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Doppeltorschütze Rubin Okotie (r.) spielte in der Jugend für Rapid Wien und Austria Wien

1860 München hat dank Torjäger Rubin Okotie das Tabellenende der 2. Liga verlassen und den VfL Bochum tief in die Krise gestürzt.

Die Löwen gewannen vor allem durch die Saisontreffer sieben und acht (61./74.) des österreichischen Nationalspielers bei den Westfalen 3:0 und machten nach zuletzt drei Liga-Niederlagen in Folge einen Sprung auf den 14. Platz.

Den Endstand erzielte Daniel Adlung (87.), der die anderen beiden Treffer vorbereitet hatte.

Für die Mannschaft von Trainer Peter Neururer endete nach sechs 1:1 in Folge in der Rewirpower-Arena die merkwürdige Serie mit der ersten Heimniederlage der Saison.

"Neururer raus"-Rufe

Der ehemalige Tabellenführer wartet mittlerweile seit sechs Ligaspielen auf einen Sieg und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Vereinzelt gab es "Neururer-raus"-Rufe.

Neururer gab zu: "Die Enttäuschung ist riesengroß. Die 60er haben sich wesentlich cleverer angestellt als wir, das 3:0 ist brutal." Die Rufe der Fans fand er "normal, die Leute sind enttäuscht".

"Das nächste Mal ohne Trainer"

Doch dann reagierte er auf SPORT1-Nachfrage doch recht angefressen und meinte süffisant: "Dann spielen wir das nächste Mal eben mit einem anderen Trainer oder ohne Trainer."

Neururer verwies gar auf Borussia Dortmund, das noch viel schlechter da stünde.

Sein Kollege war natürlich happy. Und erleichtert. "Das tut jetzt gut", sagte Löwen-Trainer Markus von Ahlen bei "Sky", "aber es liegt noch ein langer Weg mit harter Arbeit vor uns."

Die beiden schwächelnden Teams waren unter der Woche auch noch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, vor allem beim VfL schien das 1:2 beim Drittligisten Dynamo Dresden zu zusätzlicher Verunsicherung beigetragen zu haben.

Kaum Druck

Die Westfalen konnten vor 15.607 Zuschauer kaum Druck aufbauen und agierten auch vor dem Tor harmlos.

Torjäger a.D. Simon Terodde, wie Okotie in dieser Saison achtmal erfolgreich, vergab die riesige Chance zur frühen Führung freistehend (14.).

Die Gäste wurden in der zweiten Halbzeit mutiger und hatten durch Okotie (48.) die große Chance zur Führung, der Torjäger scheiterte aber zunächst am VfL-Torwart Andreas Luthe.

Bei seinem Kopfball zum 1:0 machte es Okotie besser, dabei war sein Zweikampfverhalten gegen Patrick Fabian allerdings grenzwertig. Alle Diskussionen waren nach Okoties zweitem Treffer aber hinfällig.

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