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Kai Bülow-1860 München
Die Körpersprache von Kai Bülow symbolisiert die aktuelle Lage von 1860 München gut © Getty

SPORT1 findet, dass 1860 München handeln muss - nicht unbedingt jedoch in der T-Frage.

Hallo Zweitliga-Freunde,

die Lage bei 1860 München wird einfach nicht besser. Leider!

Ich glaube, dass sich alle sehr bemühen und dabei viel Engagement entwickeln um die Mannschaft vorwärts zu bringen.

Doch die Ergebnisse stimmen einen wirklich sehr traurig. Solche Situationen sind für die Beteiligten besonders schlimm.

Gerade wenn man im unteren Tabellendrittel hängt, dabei durchschnittliche Spiele wie in Nürnberg abliefert und dabei ohne Glück agiert, drückt das die gesamte Stimmung im Verein und Umfeld auf Null.

Markus von Ahlen hat die Mannschaft nicht zusammengestellt, sondern ist vom Co-Trainer zum Cheftrainer hochgestuft worden. Er ist quasi Drittverwerter und eigentlich nicht schuldfähig.

Ich mag diese Vorgänge trotzdem nicht - das habe ich schon einmal gesagt. Denn wenn man den Trainer wechselt, sollte dieser mit einer anderen Ansprache und mit anderem Inhalt zu Werke gehen.

Schlussendlich ist jetzt aber nicht mehr der Trainer gefordert. Er macht seinen Job, den wird er mit Sicherheit nach bestem Wissen und Gewissen ausführen - wie alle im Klub.

Am Ende ist der Verein gefragt, wie lange er sich die Sache anschaut. Und wie sehr die Verantwortlichen davon überzeugt sind, dass die Inhalte reichen, um die Klasse zu halten.

Ist man überzeugt vom Trainer und Manager, müssen andere Hebel und Inhalte her, um in die Erfolgsspur zu kommen.

Dazu gehören vielleicht neue Spieler, eine andere Trainingsart, eine neue taktische Ausrichtung oder auch ein anderer Umgang mit den täglichen Arbeitsergebnissen der Spieler.

1860 ist auf jeden Fall in einer Situation, die sehr, sehr ernst ist. Man steht auf Platz 16 und hat 15 Punkte. Trotzdem: Die Messe ist noch nicht gelesen.

Wir haben viel draufgehauen in den letzten Wochen. Jetzt ist es angebracht, dass man dem Verein wünscht, dass er die richtigen Mittel und Wege findet, um aus der Situation wieder rauszukommen.

Die "Löwen" in der Dritten Liga wäre ein Trauerspiel - und aus meiner Sicht auch nicht notwendig.

Ich würde im Winter versuchen, ein bis zwei Spieler zu holen. Die Gangart ändern, deutlichere Regeln für den Tagesablauf erstellen und sehr intensiv alles kontrollieren, was es gibt.

Die neuen Spieler sollten eine andere Atmosphäre innerhalb der Mannschaft schaffen. Das wird notwendig sein, damit der alte Trott verlassen wird.

Wichtiger als Spieler mit Führungsqualitäten sind dabei Spieler, die fußballerische Qualität haben.

Denn so wie es derzeitig aussieht, geht es für die Sechziger nur noch darum, nicht abzusteigen.

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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