vergrößernverkleinern
Trainer Markus von Ahlen von 1860 München
Markus von Ahlen hängt mit 1860 München im Tabellenkeller fest © Getty Images

München - Nach der Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim steckt 1860 München tief im Abstiegskampf fest. Die Trainerdiskussion beginnt erneut. Ein angeblicher Kandidat dementiert bei SPORT1.

Und schon ist sie wieder verflogen, die weiß-blaue "Löwen"-Euphorie.

Nach nur einem Spiel. Es sollte alles besser werden, doch am Montagabend verlor der TSV 1860 München sein erstes Heimspiel des Jahres mit 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim. Damit stecken die Sechziger weiter tief im Tabellenkeller fest. Platz 16. Punktgleich mit Tabellenschlusslicht St. Pauli. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Die Frage, die jetzt natürlich wieder heiß diskutiert wird: Wie lange ist Markus von Ahlen noch 1860-Trainer?

Am Coach prallt die nun aufkommende Trainerdiskussion ab. "Die erste Halbzeit war vielversprechend. Ich bin von meiner Mannschaft und von meiner Arbeit überzeugt", sagte von Ahlen zu SPORT1.

Allerdings kassierte er am Montagabend bereits seine achte Niederlage im 13. Punktspiel. Eine mehr als dürftige Bilanz. 1860-Sportchef Gerhard Poschner wollte sich nicht äußern. Seine Enttäuschung ist offenbar zu groß.

Jens Keller als Trainer des FC Schalke 04
Jens Keller war bis zum 6. Oktober 2014 Trainer des FC Schalke 04 © Getty Images

Keller: "1860 gar kein Thema"

Die Gerüchteküche brodelt schon. Schalkes Ex-Trainer Jens Keller soll ein Kandidat als Nachfolger von Ahlens sein, doch das dementierte der 44-Jährige bei SPORT1: "Da ist überhaupt nichts dran. 1860 ist für mich gar kein Thema."

Wer also kann den müden Löwen wieder Leben einhauchen? Auch der Name Jos Luhukay soll schon im Umfeld gefallen sein. Doch der Niederländer dürfte sich das gründlich überlegen. Nach SPORT1-Informationen will Luhukay bis zum Sommer erst mal keinen neuen Verein übernehmen.

Halbzeit wie ein Absteiger

Diese Ruhe haben die "Löwen" nicht. Im zehnten Heimspiel setzte es schon die sechste Niederlage. Mit sechs Punkten ist 1860 das schlechteste Heim-Team der Liga.

Die nackten Zahlen machen Angst, was aber noch viel schlimmer ist: Die Sechziger präsentierten sich gegen den Aufsteiger auch wie ein Absteiger - zumindest in der zweiten Halbzeit.

Im ersten Durchgang begann es gar nicht mal schlecht. Stürmer Rubin Okotie, bis dahin mit 12 Saisontoren die Lebensversicherung der Münchner, hatte seinen 13. Treffer erzielt, mit einem sehenswerten Lupfer vom Elfmeterpunkt.

Doch das war's dann auch schon mit der bayrischen Herrlichkeit. Die Gesichtszüge von Poschner und von Ahlen verzogen sich nach der Pause zunehmend nach unten.

Dabei hatte Poschner noch vor dem Spiel verkündet: "Wer künftig aus München etwas mitnehmen will, soll auf den Viktualienmarkt gehen." Die Heidenheimer verlegten das Münchner Wahrzeichen kurzerhand in die Allianz Arena.

Euphorie schwindet

Die Euphorie, die von Ahlen vor der Partie im SPORT1-Interview noch ausgestrahlt hatte - dahin.

Ab der 46. Minute war von Kampfeswillen, Leidenschaft und Aufbruchsstimmung wenig zu sehen. Innenverteidiger Gary Kagelmacher sprach hinterher von einem "mentalen Problem".

Ob Von Ahlen dieses mentale Problem wird lösen können, bleibt abzuwarten. Erst mal darf er weitermachen. Poschner sagte bereits: "Von Ahlen sitzt auch am Sonntag in Darmstadt wieder auf der Bank."

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel