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Markus von Ahlen (r.) trifft mit 1860 München auf den 1. FC Heidenheim
Markus von Ahlen (r.) arbeitet seit 2012 für den TSV 1860 München © Getty

München - Trainer Markus von Ahlen spricht vor dem Duell von 1860 München gegen den 1. FC Heidenheim (ab 19.45 Uhr Live auf SPORT1) über die Neuzugänge der "Löwen" und den Vergleich mit Jens Keller.

Für Fußballfans hat der Montagabend wieder einen Sinn. Denn es geht wieder los - mit dem Topspiel der Zweiten Liga bei SPORT1

1860 München empfängt den 1. FC Heidenheim (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE im Sportradio auf SPORT1.fm und im LIVETICKER)

Zwei Teams, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der Münchner Traditionsverein auf Platz 16, der mit großen Erwartungen in die Saison startete und diese bisher nicht erfüllen konnte, auf der anderen Seite der Aufsteiger auf Rang zehn, der bisher frech aufspielte und überzeugte.

Vor dem Duell spricht 1860-Trainer Markus von Ahlen im SPORT1-Interview über seine Arbeit beim Münchner Traditionsverein.

Markus von Ahlen 1860 Heidenheim
SPORT1-Reporter Reinhard Franke (l.) traf sich mit 1860-Coach Markus von Ahlen © SPORT1

SPORT1: Herr Von Ahlen, wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?

Markus von Ahlen: Wir haben alles gemacht, hart und intensiv trainiert und jetzt freuen wir uns richtig, dass es endlich wieder los geht.

SPORT1: Sie klingen sehr euphorisch, beim Blick auf die Tabelle überrascht dies. Woher nehmen Sie Ihren Optimismus?

Von Ahlen: Wir haben sehr viele positive Dinge gesehen, die uns optimistisch stimmen. Wir sind komplett gesund durch die Vorbereitung durchgekommen. Das ist das Wichtigste. Mit Dominik Stahl und Stephan Hain sind zwei Langzeitverletzte zurückgekehrt. Gefühlt sind das zwei Neuzugänge, was uns sehr freut. Genauso wie die Tatsache, dass Rubin Okotie und Valdet Rama, die vor der Winterpause angeschlagen waren, wieder dabei sind. Wir haben wirklich intensiv und viel gearbeitet. Das gilt natürlich für das gesamte Team, das in den letzten Testspielen gegen gute Gegner ordentliche Leistungen gezeigt hat.

SPORT1: Warum wird es in den restlichen 15 Spielen besser laufen für Sechzig?

Von Ahlen: Ich glaube, dass die Mannschaft sich nach dem großen Umbruch im Sommer mehr und mehr gefunden hat. Jetzt haben wir den Kader nochmal gezielt verstärkt.

SPORT1: Mit Anthony Annan, Krisztian Simon und Jannik Bandowski kamen drei neue Spieler dazu. Wie fällt Ihr Urteil aus?

Von Ahlen: Es sind alles Jungs, von denen wir absolut überzeugt sind. Einerseits, was ihre sportlichen Qualitäten angeht, andererseits, was sie charakterlich auszeichnet. Damit passen sie perfekt zu uns.

Anthony Annan (2.v.l.) in der vergangenen Saison im Dress des FC Schalke
Anthony Annan (2.v.l.) lief in der vergangenen Saison für den FC Schalke sogar noch in der Champions League auf © Getty Images

SPORT1: Die Neuzugänge haben wenig Erfahrung im Abstiegskampf. Ist das nicht gefährlich?

Von Ahlen: Tony Annan hat schon in der Bundesliga gespielt, auch Yannik Bandowski kennt die Dritte Liga genauso wie die 2. Bundesliga. Sie wissen genau, was sie erwartet. Für Krisztian Simon ist es sicherlich eine Umstellung, er kommt in ein neues Land, in eine neue Liga.  

SPORT1: Die Stimmung im Team soll sehr gut sein. Das war sie aber immer in den letzten Jahren, doch dann gab es die Ernüchterung, wenn die Liga losging.

Von Ahlen: Generell ist das ein gutes Zeichen. Wir haben richtig hart gearbeitet, haben voll mitgezogen und waren mit Freude dabei. Das spricht für den Zusammenhalt.

SPORT1: Wer von den drei Neuzugängen kann sofort helfen? Für einen neuen Spieler wie Krisztian Simon ist es sicher nicht einfach.

Von Ahlen: Klar ist, dass Tony am längsten bei uns ist. Das merkt man natürlich auch. Grundsätzlich macht es die Mannschaft den Neuen sehr einfach. Die Jungs sind absolut positive Typen, deshalb bin ich mir sicher, dass die Integration relativ schnell geht.

SPORT1: Einer, der total überzeugt hat in den bisherigen 19 Spielen, ist Rubin Okotie. Er wird schwer zu halten sein, oder?

Von Ahlen: Rubin hat Vertrag bei uns, das ist Fakt. Insofern mache ich mir gar keine Gedanken über irgendwelche Eventualitäten. Wir sind froh, dass wir Rubin haben. 

SPORT1: Kommen wir zu Ihrer Person. Sind Sie der Jens Keller der 2. Liga? Sie bekamen viel Kritik ab und konnten nie richtig beruhigt arbeiten. Wie sehr nervt Sie das?

Von Ahlen: Das ist möglicherweise der großen Erwartungshaltung bei Traditionsklubs geschuldet. Unabhängig davon: Ich habe immer das volle Vertrauen gespürt und nur das ist für mich relevant. Alle im Verein wissen, wie ich arbeite - und sie wissen, unsere Situation richtig einzuschätzen.

SPORT1: Heidenheim hat in der Liga bisher positiv überrascht. Wie sehen Sie den Gegner?

Von Ahlen: Heidenheim ist ein Beispiel dafür, dass Kontinuität auch ein Erfolgsfaktor ist. Wir wissen, dass wir auf einen selbstbewussten, gewachsenen Gegner treffen, der viele Tore geschossen hat und sehr gefährlich nach vorne spielen kann. Wir haben aber auch unsere Waffen. Damit wollen wir Heidenheim unter Druck setzen. Wir haben uns vorgenommen, besser zu spielen und mehr Punkte zu holen, natürlich auch zu Hause.

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