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Büskens, Check, Weiler, Verbeek, Zorniger
Mike Büskens macht den Check: Heute mit Weiler, Verbeek, Zorniger (v.l.) und Co. © SPORT1

München - Die Zweite Liga startet wieder. Mike Büskens nimmt für SPORT1 die Kandidaten aus dem Mittelfeld unter die Lupe. Er erklärt, warum RB Leipzig weiter vom Aufstieg träumen darf und warum sein Ex-Klub Greuther Fürth in der Tabelle klettern wird.

Eine Woche nach dem Rückrundenstart der Bundesliga geht es auch im Unterhaus wieder los - unter anderem mit dem Gastspiel des VfL Bochum mit seinem neuen Trainer Gertjan Verbeek bei Union Berlin.

Wer erfüllt sich den Traum vom Aufstieg? Wer muss am Ende runter in die Dritte Liga? (Es geht wieder los: Fr., ab 17.45 Uhr LIVE im Sportradioauf SPORT1.fm und im LIVETICKER - Highlights ab 22.15 Uhr bei Hattrick - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1)

Der frühere Profi Mike Büskens, der die Fürther 2012 in die Bundesliga führte, ist schon voller Vorfreude auf den Startschuss. Zuletzt war der 46-Jährige Chefcoach bei Fortuna Düsseldorf. (Datencenter Zweite Liga)

Im zweiten von drei Teilen des Zweitliga-Checks bei SPORT1 nimmt Büskens die Teams im Tabellen-Mittelfeld unter die Lupe:

Platz 7: RB Leipzig

Joshua Kimmich Jubel RB Leipzig
Leipzigs Mittelfeldspieler Joshua Kimmich (l.) hat ab Sommer beim FC Bayern München einen Vertrag bis 2020 © Getty Images

"Leipzig hat den Anspruch direkt hoch zu gehen, gerade, wenn du in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen stehst. RB hat in den letzten Jahren sehr viel erreicht, man ist von der 4. in die 2. Liga durchmarschiert und natürlich steigt damit auch die Lust auf Bundesligafußball. 

Der Verein hat in diesem Winter noch einmal viel Geld in die Offensive investiert und vom Partnerverein aus Salzburg mit Rodnei einen Spieler geholt, der sich in 1. und 2. Liga sehr gut auskennt. Es ist ihnen durchaus zuzutrauen, dass der Aufstieg gelingt. In Aue wartet auf RB direkt ein Charakter-Spiel."

Platz 8: 1. FC Nürnberg

Rakovsky Torwart 1. FC Nürnberg
Patrick Rakovsky steht seit 2011 beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag, löste im Herbst 2014 Raphael Schäfer als Nummer eins ab © Getty Images

"Der Club hat nochmal im Sturm nachgebessert, aber auch Spieler wieder abgegeben, die erst im Sommer kamen. Bei den Nürnbergern gab es vor der Saison einen riesigen Umbruch und das braucht natürlich Zeit. Damit die Franken die nötige Zeit bekommen, brauchen sie Ergebnisse.

Die gab es leider nicht, deshalb endete das in der Entlassung von Valerien Ismael. Unter Trainer Rene Weiler hat man einen neuen Ansatz gefunden und hatte am letzten Spieltag im alten Jahr die Möglichkeit noch näher an die vorderen Plätze heranzurücken.

Der Club hat den Anspruch einen erneuten Anlauf zu nehmen. Mit einem guten Start kann sich da etwas entwickeln."

Platz 9: 1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim, Frank Schmidt
Heidenheims Trainer Frank Schmidt hat zuletzt einen Vertrag bis 2020 unterschrieben © Getty Images

"Auch da ist in den vergangenen Jahren viel entstanden, das ist ein ganz solider Verein, der wirtschaftlich vernünftig aufgestellt ist. Da herrscht eine überragende Kontinuität, was sich auch in den Vertragsverlängerungen von Marc Schnatterer und Trainer Frank Schmidt bis 2020 zeigte.

Am Anfang hat der Aufsteiger alle überrascht, hinten raus ist ihnen vielleicht etwas die Luft ausgegangen. Jetzt hatte der FCH Zeit in der Winterpause neue Kraft zu sammeln und ich denke, dass sie sich in der Tabellenregion um Platz neun festbeißen."

Platz 10: Union Berlin

Sören Brandy von Union Berlin zeigt
Sören Brandy wechselte 2013 vom MSV Duisburg zu Union Berlin © getty

"Eisern Union ist über die Jahre ein gewachsener Zweitligist geworden, der sich mit seinem hohen Zuschauer-Potenzial hervorragend entwickelt hat. Nach dem Neubeginn nach der Neuhaus-Ära hatte der Verein natürlich mit Umstellungsproblemen zu kämpfen, aber es war bewundernswert zu sehen, wie der Verein darauf reagiert hat.

Die "Eisernen" sind ruhig geblieben, auch als es tabellarisch nicht so gut aussah. Die Geschlossenheit in der Union-Familie ist das große Faustpfand der Berliner. Sie haben sich hinten raus als sehr spielstark gezeigt und wird diesen Weg weitergehen. Der Klub wird mit den hinteren Tabellenregionen nichts mehr zu tun haben."

Platz 11: VfL Bochum

Jan Simunek VfL Bochum
Jan Simunek wechselte im Sommer 2014 vom 1. FC Kaiserslautern zum VfL Bochum © imago

"Der neue Trainer Gertjan Verbeek verbreitet eine positive Stimmung. Selbst nach dem1:5 gegen die Bayern in der Vorbereitung war man sehr euphorisch, weil die Ansätze mehr als gut waren. Wichtig wird sein, zu Hause nicht nur zu punkten, sondern auch zu gewinnen.

Auswärts ist der VfL in der Hinrunde sehr überzeugend aufgetreten, aber hat zu Hause viel zu viel liegen gelassen. Sie haben in der ersten Hälfte der Hinrunde sehr guten Fußball gespielt, dieses Niveau konnten sie leider nicht halten. Entscheidend wird sein, ob sie daran wieder anknüpfen können.

Die Mannschaft ist erfahren und besitzt eine gute Qualität und hat mit Verbeek einen Trainer, der auf Offensive und eine hohe Spielkultur großen Wert legt. Am Ende wird ein sicherer Mittelfeldplatz stehen."

Platz 12: Greuther Fürth

Wolfgang Hesl SpVgg Greuther Fürth
Fürths Torwart Wolfgang Hesl startete 2004 seine Profikarriere beim Hamburger SV II © getty

"Die Fürther stehen im Jahr nach dem knapp verpassten Aufstieg auf dem Platz 12, was auch dem Umbruch im Sommer geschuldet ist. Sie sind gut in die Saison gestartet mit dem 5:1-Derbysieg gegen den Club, haben aber hinten raus offensiv nicht mehr so viel zustande gebracht.

Defensiv war das alles okay. Mit Sebastian Freis hat man jetzt noch einen erfahrenen Angreifer geholt. Trainer Frank Kramer und die Jungs werden in den restlichen Spielen zeigen, dass sie viel mehr Qualität im Team haben. Der Verein ist so gut aufgestellt und wird noch einige Plätze gutmachen. Ein Sieg gegen Ingolstadt könnte der Truppe einen entscheidenden Schub geben."

 

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