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Thomas Eisfeld beim VfL Bochum
In Bochum gelandet: Thomas Eisfeld © VfL Bochum

Bochum und München - Ihm wurde die ganz große Karriere prognostiziert: Thomas Eisfeld. Nach seiner Zeit in England kehrt er nun für ein halbes Jahr nach Deutschland zurück - und will wieder durchstarten.

Kein geringer als Arsene Wenger schaute damals ganz genau hin – und war hin und weg. Sofort. Und so konnte der Trainer des FC Arsenal nicht anders, als Thomas Eisfeld zu sich nach London zu holen.

Ende 2011 war das. Eisfeld spielte damals noch in der A-Jugend von Borussia Dortmund, galt als eines der größten deutschen Talente. Die ganz große Karriere war bereits vorgezeichnet, sie musste wie ein Mandala nur noch ausgemalt werden.

Von Arsenal zum FC Fulham

Das ganz große Kunstwerk blieb (bislang) jedoch aus. Eisfeld wechselte jüngst zurück nach Deutschland - in die zweite Liga zum VfL Bochum. Er wird für ein halbes Jahr vom FC Fulham ausgeliehen, wohin es ihn im letzten Sommer verschlug.

"Ich kam dort nach dem Trainerwechsel nicht mehr richtig zum Zuge. Deshalb war für mich klar, dass ich wechseln möchte", erklärt der 22-Jährige gegenüber SPORT1. Nach der Entlassung von Ex-Trainer Felix Magath in Fulham wurde Eisfeld vom neuen Coach Kit Symons in die Trainingsgruppe B verbannt. Längst nicht sein Anspruch.

Umplanen nach Magath-Entlassung

"Mit Magath bin ich sehr gut ausgekommen. Er wollte mich im vergangenen Sommer unbedingt fest verpflichten und hatte langfristig mit mir geplant", sagt der offensive Mittelfeldspieler. Jetzt hieß es: umdenken.

Der Wechsel zum VfL Bochum soll zu einer Art Neuanfang für ihn werden. Eisfeld: "Ich möchte Spielpraxis sammeln. Das hat für mich zunächst Priorität. Die Spielphilosophie von Gertjan Verbeek (Trainer des VfL, d. Red.) kommt mir dabei entgegen. Auch ich denke auf dem Platz offensiv."

Die erste Partie seiner neuen Mannschaft wird er wahrscheinlich noch nicht auf dem Platz miterleben. Für das Spiel des VfL am Samstag bei Union Berlin (im LIVETICKER und bei SPORT1.fm) plant Verbeek noch ohne ihn.

Ruhrpott als "Heimvorteil"

Um das schnellstmöglich zu ändern, soll Eisfeld sein "Heimvorteil" helfen. "Meine Eltern wohnen in Osnabrück, aber meine Freundin noch immer in Dortmund. Auch durch meine Dortmunder Zeit kenne ich das Ruhrgebiet sehr gut, das macht die Eingewöhnung mit Sicherheit leichter."

Christian Hochstätter
VfL-Manager Christian Hochstaetter erhofft sich viel von Thomas Eisfeld © Getty Images

Auch die Bochumer erhoffen sich viel von dem (ehemaligen?) Juwel. "Ich glaube aber, dass er zu der Art und Weise, wie wir in Bochum Fußball spielen wollen, sehr gut passt", erklärt Sportchef Christian Hochstetter SPORT1: "Er ist ein intelligenter Spieler, der relativ schnell auch weiß, um was es geht."

15 Spiele hat er nun Zeit, sich wieder ins Rampenlicht zu rücken. Damit vielleicht schon bald ein großer Trainer über ihn sagt: "Ich habe ihn ganz genau beobachtet. Er ist total herausgestochen."

Es sind die Worte von Arsene Wenger.

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