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Guido Burgstaller (l.) und Jakub Sylvestr jubeln
Guido Burgstaller (l.) bejubelt den Treffer von Jakub Sylvestr (v.) © Imago

Nürnberg - Stürmer Jakub Sylvestr ist mit seinem Doppelpack maßgeblich verantwortlich für den Nürnberger Sieg gegen Berlin. Unions Trainer Norbert Düwel lässt seinem Unmut freien Lauf.

Absteiger 1. FC Nürnberg hat im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga einen wichtigen Sieg verbucht.

Die ambitionierten Franken setzten sich verdient 3:1 (1:1) gegen Union Berlin durch und schraubten ihr Punktekonto in der 2. Bundesliga auf 30 Zähler. Auf Relegationsplatz drei hat der Club aber noch sieben Punkte Rückstand (DATENCENTER: Ergebnisse).

Berlin bleibt dagegen bei 27 Punkten stehen und verpasste eine Wiedergutmachung für das 0:4 im Hinspiel (DATENCENTER: Tabelle).

Nürnberg die aktivere Mannschaft

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler Peniel Mlapa (4.) und Jakub Sylvestr (54., Handelfmeter, 87.) trafen vor 29.166 Zuschauern für Nürnberg, Sebastian Polter (17.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Der 23-Jährige verursachte aber auch den Strafstoß, den Sylvestr zur Vorentscheidung nutzte.

"Es war wichtig, dass wir auf das Spiel in Frankfurt reagiert haben. Wir haben heute die Zweikämpfe angenommen und viele zweite Bälle gewonnen. Berlin ist auch ein unangenehmer und robuster Gegner. Es freut mich, dass wir gezeigt haben, dass wir auch so ein Spiel gewinnen können", sagte Nürnbergs Trainer René Weiler.

Düwel richtig sauer

Sein Gegenüber Norbert Düwel war nach der Partie verärgert: "Ich bin sehr angefressen. Wir hatten einen guten Plan und waren gut vorbereitet. Davon haben wir aber sehr wenig gezeigt. Wir sind durch einen katastrophalen Fehler in Rückstand geraten, konnten das dann nochmal umbiegen. Nach der Pause hat es uns gleich wieder erwischt. Danach war es schwer, dafür hat Nürnberg einfach zu viel Qualität. Wir müssen uns heute an die eigene Nase fassen."

In einem insgesamt eher mäßigen Spiel zeigte sich der Club von Beginn an als die aktivere Mannschaft. Der Führungstreffer durch Mlapa, der nach einem Eckstoß im Getümmel angeschossen wurde, fiel fast schon folgerichtig (SERVICE: Statistiken des Spiels).

Unnötiges Handspiel von Polter

Doch mit der Führung im Rücken schaltete die Mannschaft von Trainer René Weiler einige Gänge zurück - was Polter mit einer starken Einzelleistung zum zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich nutzte. Das Spiel zum Nachlesen im TICKER

Kurz nach dem Seitenwechsel stand der Stürmer erneut im Mittelpunkt, als er einen eher harmlosen Freistoß ungeschickt mit der Hand abwehrte. (JETZT REINHÖREN: Highlights des Spiels auf SPORT1.fm)

Sylvestr ließ sich diese Chance nicht nehmen, in der Folge verwaltete Nürnberg das Ergebnis geschickt, während den Gästen aus der Hauptstadt wenig einfiel. Sylvestrs zweiter Treffer sorgte schließlich für die Entscheidung.

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