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Karlsruher SC v 1. FC Kaiserslautern - 2. Bundesliga
Das torlose Remis zwischen Karlsruhe und Kaiserslautern war eine leidenschaftliche Angelegenheit © Getty Images

Karlsruhe - Durch ein torloses Remis springt der 1. FC Kaiserslautern auf Platz zwei. FCK-Keeper Tobias Sippel rettet an seinem Geburtstag mit der letzten Aktion den Punkt für die "Roten Teufel".

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich durch einen Teilerfolg im prestigeträchtigen Südwestderby auf einen direkten Aufstiegsrang geschoben. Vor 27.556 Zuschauern ertrotzten die Pfälzer im spannenden Spitzenspiel bei Verfolger Karlsruher SC ein torloses Unentschieden. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Dadurch verdrängten die Pfälzer mit 46 Punkten Darmstadt 98 (45) von Rang zwei und haben nur noch drei Punkte Rückstand auf Branchenprimus FC Ingolstadt (49). Die seit nunmehr acht Spielen unbesiegten Karlsruher (44) bleiben als Vierter in Lauerstellung. (DATENCENTER: Tabelle)   

"Beide Mannschaften können mit dem Punkt leben", sagte FCK-Coach Coach Kosta Runjaic bei SPORT1: "Heute gibt es keinen Grund zu kritisieren. Wir haben uns über 90 Minuten als Einheit präsentiert und unser Minimalziel erreicht."

Auch sein Karlsruher Trainer-Kollege Markus Kauczinski war nicht unzufrieden mit dem Punktgewinn: "Wir sind immer besser ins Spiel reingekommen und hatten am Ende gute Möglichkeiten. Das Rennen vorne bleibt eng, wir bleiben dran."

Die Highlights zum Nachhören beim Sportradio SPORT1.fm

Der KSC-Trainer weiter zu SPORT1: "Wir haben nun in den letzten drei Spielen gegen Leipzig, Ingolstadt und Kaiserslautern fünf Punkte geholt. In der Hinrunde haben wir diese drei Spiele noch verloren. Ich sehe Fortschritte bei meiner Mannschaft."

FCK hat mehr vom Spiel

Die Lauterer hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Besonders Kerem Demirbay setzte immer wieder Akzente. Einen Schuss des Ex-Hamburgers konnte KSC-Abwehrspieler Philipp Max in höchster Not noch abblocken (12.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)    

In der Folge wurde das Derby ruppiger. Die wenig durchschlagskräftigen Gastgeber, die vor einer Woche bei Tabellenführer Ingolstadt (3:1) gewonnen hatten, konnten sich aber lange Zeit keine klare Chance herausarbeiten.  

KSC forciert den Druck 

Nach dem Wechsel forcierten die Badener dann den Druck. Doch der eingewechselte Dimitrij Nazarov, ein Ex-Lauterer, schoss aus aussichtsreicher Position weit über das Gäste-Gehäuse (53.). Pech hatte nach einer Stunde FCK-Abwehrspieler Jean Zimmer, als er nach einem Konter nur die Latte traf.   

KSC-Mittelfeldspieler sagte zu SPORT1: "Die Chancen, die du hast, musst du nutzen. Aber es ist kein Problem, dass wir dieses Spiel am Ende nicht gewinnen konnten. Wir spielen guten Fußball und werden weiterhin positiv bleiben."

Auch Jean Zimmer vom FCK blickt optimistisch auf den Saison-Endspurt: "Man merkt, dass die 2. Liga sehr stark ist. Wir dürfen nun keinen Gegner mehr zu leicht nehmen. Aber ich denke, dass wir derzeit gut auftreten."

Befürchtete Ausschreitungen bleiben aus

Vor und während des als "Hochrisikospiels" eingestuften Duells waren die befürchteten Ausschreitungen zwischen den beiden Fan-Lagern ausgeblieben. Rund 1000 Polizisten und 500 Ordner waren im Einsatz. Die Taktik der Deeskalation sei voll aufgegangen, sagte die Polizei Karlsruhe. Es habe kaum Berührungspunkte zwischen den beiden Fan-Lagern gegeben.

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