vergrößernverkleinern
Eintracht Braunschweig v Erzgebirge Aue  - 2. Bundesliga
Jan Hochscheidt erzielte gegen Aue sein zweites Saisontor © Getty Images

Braunschweig dreht das Spiel in Unterzahl gegen Aue und mischt wieder im Aufstiegsrennen mit. Erzgebirge beginnt stark, nutzt die Überzahl am Ende aber nicht aus.

Eintracht Braunschweig darf weiter vom direkten Wiederaufstieg träumen. Die dezimierten Niedersachsen rangen dank einer engagierten zweiten Hälfte das Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue 4:2 (1:2) nieder und haben vier Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz drei. (DATENCENTER: Tabelle)

Die Gäste verpassten trotz Führung und 20 Minuten in Überzahl einen Big Point im Abstiegskampf der Zweiten Liga.

Emil Berggreen (77. Minute) bescherte dezimierten Braunschweigern vor 20.200 Zuschauern mit seinem wuchtigen Kopfballtreffer den wichtigen Dreier, nachdem Hendrick Zuck (68.) die Gäste-Führung durch Bobby Wood (11.) und Stipe Vucur (31.) ausgeglichen hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Wenn du so ein Herz zeigst und das Spiel in Unterzahl noch so umbiegst, gebührt das meinen größten Respekt", sagte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberkencht bei SPORT1. Aues Coach Tommy Stipic blieb trotz des Falls auf Rang 18 kämpferisch: "Wir machen weiter, es gibt keinen Knacks. Wir haben in der ersten Halbzeit ein nahezu perfektes Spiel abgeliefert, es dann aber nicht mehr geschafft, Stabilität hereinzubekommen."

Pfitzner setzt Schlusspunkt

Der frühere Auer Jan Hochscheidt (2.) hatte die Eintracht, die nach der Gelb-Roten Karte gegen Maximilian Sauer (70.) 20 Minuten in Unterzahl spielte, früh in Führung geschossen. Marc Pfitzner setzte mit einem verwandelten Foulelfmeter (88.) den Schlusspunkt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Aue überzeugte in der ersten Halbzeit mit einer engagierten Leistung und ließ sich auch durch den frühen Rückstand nach einem kollektiven Tiefschlaf in der Defensive nicht aus dem Konzept bringen. Wood glich nach einem Sololauf durchs Mittelfeld mit einem fulminanten Schuss aus, dann versenkte Vucur eine Flanke von Fabian Müller per Kopf im langen Eck. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Aue verpasst höhere Ausbeute

Die Gäste waren bei den wenigen Vorstößen deutlich gefährlicher als die spielbestimmende Eintracht und hätten durch Clemens Fandrich (41.) und Wood (42.) noch vor der Pause erhöhen können.

Oder auch in der 54. Minute, Braunschweigs Keeper Rafal Gikiewicz im Eins-gegen-Eins Wood von den Füßen holte. Schiedsrichter Robert Kempter ließ aber weiterspielen. "Da hätte es durchaus Elfmeter geben können", räumte Lieberknecht bei SPORT1 ein.

Stattdessen schlugen die nach der Pause wie ausgewechselt aufspielenden Braunschweiger eiskalt zu. Selbst nach dem Platzverweis gegen Sauer drängte der ehemalige Deutsche Meister auf den Siegtreffer und wurde durch Berggreen belohnt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel