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SV Darmstadt 98 v Eintracht Braunschweig - 2. Bundesliga
Dominik Stroh-Engel trifft zwar erstmals seit 14 Spielen wieder, bringt seine Darmstädter aber nicht zum Sieg © Getty Images

Darmstadt - Darmstadts Torjäger Dominik Stroh-Engel beendet seine lange Durststrecke gegen Heidenheim. Zu zehnt erobern die Gäste aber noch einen Punkt.

Der SV Darmstadt 98 hat im Aufstiegskampf der 2. Liga gepatzt. Die Lilien kamen in einem intensiven Duell mit dem 1. FC Heidenheim nicht über ein enttäuschendes 1:1 (0:0) (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER) hinaus, setzten sich aber dank der besseren Tordifferenz zumindest bis Montagabend vor den 1. FC Kaiserslautern auf Platz zwei.

Darmstadt, das den vierten Heimsieg hintereinander angestrebt hatte, liegt mit 50 Punkten weiter einen Zähler vor dem Tabellenvierten Karlsruher SC.

Stroh-Engel vom Punkt

Dominik Stroh-Engel (64., Foulelfmeter) brachte Darmstadt mit seinem neunten Saisontor in Führung. Zuvor war Aytac Sulu im Strafraum von Sebastian Griesbeck gefoult worden.

Darmstadts Torhüter bestand dabei die Prüfung gegen seinen guten Freund Jan Zimmermann im Heidenheimer Tor. "Ich habe zu ihm gesagt: 'Jetzt haben wir den Salat." Und er hat gesagt: 'Jetzt wird es eklig'", sagte Stroh-Engel bei SPORT1. "Ich hatte nur die Option Augen zu und durch. Zimbo hat heute Geburtstag und ich denke, wir sind beide glücklich."

Die Gäste, die das schwächste Team der Rückrunde stellen, kamen aber durch den Sekunden zuvor eingewechselten Florian Niederlechner (77.) in Unterzahl zurück, der zum elften Mal in dieser Spielzeit traf (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.FM).

Heidenheims Philipp Heise (67., wiederholtes Foulspiel) hatte nach einem Rempler gegen Marcel Heller die Gelb-Rote Karte gesehen (Service: Die Statistiken des Spiels).

Darmstadt enttäuschend

Vor 14.300 Zuschauern im Merck-Stadion am Böllenfalltor präsentierte sich Darmstadt nicht wie ein Bundesliga-Aspirant. Spielerisch lief in der umkämpften Partie sehr wenig zusammen, stattdessen versuchten es die Lilien zu häufig mit planlos nach vorne geschlagenen, langen Bällen.

Heller hatte vor der Pause mit einer verunglückten Flanke, die auf die Latte tropfte, die einzige halbwegs gefährliche Szene (35.).

Wenige Torszenen

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts: Vielen Zweikämpfen im Mittelfeld standen sehr wenige Torraumsituationen gegenüber. 98 nutzte die erste durch Stroh-Engel.

Der Angreifer versenkte zum dritten Mal in dieser Saison einen Strafstoß, als er Torhüter Jan Zimmermann mit seinem Flachschuss nach links überwand. Joker Niederlechner traf nach starkem Dribbling exakt 17,9 Sekunden nach seiner Einwechslung.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt hatte sogar dreifach gewechselt und alle drei Joker waren am Ausgleich beteiligt: Marc Schnatterer spielte steil auf Vorlagengeber Marcel Titsch-Rivero, Niederlechner setzte sich dann im Strafraum sehenswert durch. "Das ist Wahnsinn. Dass es so gekommen ist, ist überragend für uns. Es war ein moralischer Sieg für uns", sagte der Torschütze der Gäste bei SPORT1.

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