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© SPORT1/Getty Images

SPORT1-Kolumnist Christian Beeck geht davon aus, dass Ingolstadt und Kaiserslautern den Aufstieg schaffen. Um Platz drei erwartet er ein heißes Rennen.

Hallo Zweitliga-Freunde,

nach jeweils drei Siegen aus den letzten fünf Spielen haben sich Leipzig und Braunschweig noch einmal im Aufstiegskampf zurückgemeldet und träumen wieder leise von der Bundesliga.

Man muss allerdings sehen, dass nur noch vier Spieltage ausstehen. Da müssten die Mannschaften, die oben stehen, schon richtig patzen - und da glaube ich nicht so richtig dran. Klar: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber mit dem direkten Aufstieg wird es für RB und die Eintracht nichts mehr.

Sieben Punkte auf Kaiserslautern aufzuholen, erscheint mir angesichts der Qualität der Lauterer kaum möglich. Viel wichtiger für die Mannschaften auf den Plätzen vier bis sieben ist, dass sich Karlsruhe einen Ausrutscher leistet. In dem Fall ist der Relegationsplatz auch für Leipzig und Braunschweig durchaus noch drin.

In Darmstadt wird man sich ärgern, dass mit nur zwei Punkten aus den letzten drei Spielen, ausgerechnet jetzt der Einbruch gekommen ist. So eine richtige Schwächephase hatte der Aufsteiger in dieser Saison jedoch noch nicht. Die Jungs um Trainer Dirk Schuster spielen eine außergewöhnliche Runde, das ist wirklich faszinierend und absolut lobenswert.

Irgendwann hofft und wünscht man sich natürlich, dass der Aufstieg letztlich auch gelingt. Auf der anderen Seite sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Ob es Darmstadt nach den schwachen. Leistungen in den letzten drei Spielen schaffen wird, die Ergebeniskurve wieder zu kriegen ist ganz schwer zu prognostizieren. Ich würde es ihnen wünschen, denn so ein Durchmarsch ist immer eine tolle Sache.

Im großen Duell des kommenden Spieltags kann sich Darmstadt zu Hause gegen Kaiserslautern somit zurückmelden: Wenn die Lauterer allerdings am Böllenfalltor gewinnen, dann sind sie praktisch durch. Aber Darmstadt spielt zu Hause. Da stehen sie in der Regel hinten sehr stabil und vorne hilft der liebe Gott. Oder eben Dominik Stroh-Engel - auch wenn der in den letzten Wochen nicht mehr so häufig getroffen hat, er ist und bleibt immer brandgefährlich.

Tabellenführer Ingolstadt spielt am Montag zu Hause gegen Nürnberg, da dürfte nichts passieren - und mit 62 Punkten wäre dem FCI der Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen. Aber: Die Schanzer sollten im Hinterkopf haben, dass sie an den letzten beiden Spieltagen gegen Leipzig und in Kaiserslautern ran müssen. Nicht, dass es am Ende noch mal eng wird. Ingolstadt hat eine super Serie gespielt, sich diese Tabellenführung ganz klar verdient und sollte den Sack jetzt auch zumachen.

Nach dem nächsten Spieltag sind wir alle ein ganzes Stück schlauer. Gewinnen Ingolstadt und Kaiserslautern am Wochenende, ist das vorne so gut wie geregelt. Dann geht es vor allem noch um den Relegationsplatz.

Der aktuelle Tabellendritte Karlsruhe muss am Wochenende in Aue ran - und für die geht es im Abstiegskampf auch noch um alles. Selbst wenn sich der Ingolstädter Aufstieg an diesem 31. Spieltag schon mehr oder weniger entscheiden sollte: Dahinter bleibt es sicherlich spannend.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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