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Simon Terodde vom VfL Bochum
Der VfL Bochum ist durch den Sieg beim VfR Aalen so gut wie gerettet © Getty Images

Aalen - Der VfL Bochum schafft in Aalen einen irren Befreiungsschlag. Zwei Spieler fliegen vom Platz. Der VfR stürzt ans Tabellenende ab. Der Trainer kritisiert danach die Fans.

Der VfR Aalen muss nach dem Ende einer Erfolgsserie wieder mehr denn je den Abstieg aus der 2. Bundesliga fürchten.

Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck kassierte nach sieben Spielen in Folge ohne Niederlage im Heimspiel gegen den VfL Bochum ein 2:4 (0:2). (DATENCENTER: Tabelle)

Aalen stürzte nach einer phasenweise turbulenten Partie mit zwei Roten Karten am viertletzten Spieltag vom Relegationsplatz ans Tabellenende (28 Punkte). 

Ruthenbeck kritisiert Fans

Die VfR-Fans machten ihrem Unmut dabei schon während der Partie mit vielen Pfiffen Luft und forderten die Auswechslung diverser Spieler.

"Das ist schon traurig, wenn Jungs, die zuvor sieben Spiele nicht gewonnen haben, so angefeindet werden, anstatt alles dafür zu tun, dass wir hier gemeinsam noch einen Punkt holen", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck nach dem Schlusspfiff bei SPORT1.

Bochum praktisch gerettet

Die Bochumer, die zuletzt durch vier Niederlagen nacheinander in Bedrängnis geraten waren, entledigten sich endgültig aller Abstiegssorgen (38 Punkte). Coach Gertjan Verbeek mahnte dennoch zur Bescheidenheit: "Es hätte auch 8:4 enden können. Ich bin zufrieden, aber wir dürfen die Augen auch nicht davor verschließen, was wir nicht gut gemacht haben", meinte der Niederländer.

Onur Bulut (16.), Simon Terodde mit seinem 16. Saisontor (32.), Marco Terrazzino (54.) sowie der Aalener Collin Quaner (62.) mit einem bemerkenswerten Eigentor per Hacke erzielten die Treffer der Gäste.

Martin Steinhöfer mit einem Foulelfmeter-Tor (66.) und Orhan Ademi (75.) konnten nur noch verkürzen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Doppel-Rot für Bulut und Feick

Bulut sah nur zwei Minuten nach seinem Führungstreffer ebenso wie sein Gegenspieler Arne Feick die Rote Karte (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Der Aalener hatte den Bochumer am Boden liegend geohrfeigt, Bulut revanchierte sich mit einem Schubser.

Die Aalener übernahmen vor 8655 Zuschauern nach starkem Beginn der Gäste im Verlauf der ersten Halbzeit immer mehr das Kommando, doch der VfL blieb effektiver.

Teroddes sehenswerter Kopfballtreffer brachte die sichere Bochumer Pausenführung (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Bochum drängt und knipst

Nach Wiederanpfiff hätten die Gäste schnell alles klar machen können, doch Terodde vergab zwei große Chancen zum 3:0 (46., 48.), und auch Michael Gregoritsch (49.) verfehlte aus aussichtsreicher Position.

Doch die Bochumer drängten gegen die erstaunlich passiven Aalener weiter, und Terrazzino, der schon Teroddes Treffer vorbereitet hatte, gelang die Vorentscheidung. 

"Wir haben heute eine lange Busfahrt vor uns, aber die Fans fahren zufrieden nach Hause und wir auch", sagte Terrorde.

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