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VfL Bochum v FC Ingolstadt  - 2. Bundesliga
Michael Gregoritsch sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich des VfL © Getty Images

Bochum - Der VfL Bochum zeigt gegen den FC Ingolstadt Courage und dreht das Spiel gegen den designierten Aufsteiger. Dadurch müssen die Schanzer die Feierlichkeiten zumindest um eine Woche verschieben.

Der FC Ingolstadt muss seine Aufstiegsfeier erneut verschieben. Der Tabellenführer der 2. Bundesliga unterlag am Sonntag beim VfL Bochum mit 1:3 (1:1) und vergab damit den zweiten Matchball nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Montag.

Angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz vor den letzten beiden Spieltagen und der besten Tordifferenz der Liga ist der erste Bundesliga-Aufstieg für die Oberbayern jedoch weitherhin zum Greifen nahe. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Bochums Joker stechen

Lukas Hinterseer hatte die Gäste durch ein kurioses Tor in Führung (32.) gebracht, Michael Gregoritsch mit einem äußerst umstrittenen Foulelfmeter ausgeglichen (45.+1). Die eingewechselten Mikael Forssell (72.) und Yusuke Tasaka (83.) sorgten für den Sieg der Bochumer, die damit den Klassenerhalt endgültig perfekt machten. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl ärgerte sich vor allem über die Strafstoß-Entscheidung vor dem 1:1 und sprach von einer großen Einflussnahme des Schiedsrichters: "So kurz vor der Halbzeit ist es schwierig, damit umzugehen", sagte er bei SPORT1: "Wenn die Mannschaft auf dem Weg in die Kabine an den TV-Geräten vorbeigeht und sieht, was das für ein Witz-Elfmeter war, dann wird es nicht einfacher.

Torhüter Ramazan Özcan gab sich schon wieder kämpferisch: "Jetzt gilt es, das ganze Gelaber mal abzuschalten und am nächsten Sonntag vor den eigenen Fans zu gewinnen."

Vor 12.611 Zuschauern an der Castroper Straße war der FCI in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft und hatte durch Stefan Lex (9./14.) die ersten beiden Torchancen. Bochum beschränkte sich vor allem auf Konter, agierte dabei jedoch häufig zu unpräzise. Gerade als sich die Gastgeber etwas befreien konnten, luden sie die Ingolstädter dann mit einer regelrechten Slapstick-Einlage zum Führungstreffer ein. (DATENCENTER: Tabelle)

Schmeichelhafter Elfmeter für den VfL

Nach einer eigentlich harmlosen Bogenlampe von Mathew Leckie zog Patrick Fabian im letzten Moment den Kopf ein. Der überraschte VfL-Keeper Andreas Luthe konnte den Ball nur noch in die Mitte abwehren, wo Hinterseer unbedrängt einschob. Da Schiedsrichter Tobias Welz nach einem leichten Rempler von Benjamin Hübner gegen Piotr Cwielong auf Strafstoß entschied, ging es dennoch mit dem für Bochum schmeichelhaften 1:1 in die Pause. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Im zweiten Durchgang fand der VfL besser ins Spiel. Zwar gab Ingolstadts Topscorer Pascal Groß (54.) mit einem Freistoß den ersten Warnschuss ab, die deutlich besseren Möglichkeiten hatten jedoch die Bochumer Marco Terrazino (60.) sowie der eingewechselte Forssell (69.).

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