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FC St. Pauli v VfL Bochum  - 2. Bundesliga
Lennart Thy und St. Pauli verschafften sich gegen Bochum eine gute Ausgangslage für das letzte Spiel © Getty Images

Hamburg - Der FC St. Pauli schießt den VfL Bochum nach einem frühen Rückstand ab und verschafft sich so einen kleinen Puffer nach unten. Doch der Klassenerhalt ist damit längst nicht sicher.

Der FC St. Pauli hat zwei Tage nach seinem 105. Klub-Geburtstag einen großen Schritt zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gemacht. (DATENCENTER: Tabelle)

Die Mannschaft von Trainer-Routinier Ewald Lienen schlug den VfL Bochum nach einer Energieleistung mit 5:1 (2:1) und verbesserte sich in der Tabelle auf Rang 14. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Der FC St. Pauli ist seit fünf Heimspielen unbesiegt, der bereits gesicherte VfL musste seine siebte Auswärtsniederlage verkraften.

"Der Ausgleich hat uns Mut gemacht. Am Ende konnten wir auch noch was für das Torverhältnis tun", sagte St. Paulis Trainer Ewald Lienen. "In der zweiten Halbzeit sind wir in elf Einzelteile
zerfallen", meinte VfL-Coach Gertjan Verbeek.

Früher Schock durch Gregoritsch

Der Ex-Paulianer Michael Gregoritsch schockte St. Pauli mit einem Blitztreffer (4.). Doch bereits vor dem Wechsel drehten Lennart Thy (34.) und Marcel Halstenberg das Spiel mit sehenswerten Treffern (45.+1).

"Wir haben einen Standard zum Ausgleich gebraucht. Das hat uns Mut gemacht. Nach dem Seitenwechsel haben wir in sieben Minuten eine komfortable Führung herausgespielt. Das war bisher auch ungewohnt. Danach konnten wir das Ergebnis komfortabel verwalten und am Ende etwas für das Torverhältnis tun", zeigte sich Lienen nach dem Spiel zufrieden.

"In elf Einzelteile zerfallen"

Nach dem Wechsel erhöhten Christopher Buchtmann (49.) und erneut Thy (52.), bevor Waldemar Sobota das 5:1 erzielte (83.) (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Der FC St. Pauli wollte das Selbstvertrauen aus zwei Siegen gegen RB Leipzig und den FC Kaiserslautern mit in die Partie nehmen, bekam aber sofort die kalte Dusche.

Gregoritsch profitierte von einem Fehlpass von Christopher Buchtmann und verwandelte nach Anspiel von Simon Terodde sicher (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

St. Pauli erholt sich langsam

St. Pauli, das am Freitag den 105. Klub-Geburtstag feierte, war völlig perplex und hätte drei Minuten später beinahe den nächsten Treffer von Gregoritsch kassiert (7.).

Doch die Kiezkicker berappelten sich mehr und mehr und kamen mit großer Effizienz zur etwas schmeichelhaften Führung.

Diese verlieh der Lienen-Elf das Selbstvertrauen für einen starken Auftritt im zweiten Durchgang, während von den Anfangs starken Bochumern nichts mehr zu sehen war. 

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