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Der Karlsruher SC trifft in der Relegation auf den HSV
Der Karlsruher SC trifft in der Relegation auf den HSV © Getty Images

Karlsruhe - Der Karlsruher SC bezwingt 1860 München und kann gegen den HSV den Aufstieg klar machen. Die Gäste fallen auf Rang 16 und müssen ebenfalls in die Relegation.

Der Karlsruher SC hat seine Chance auf die Rückkehr in die Bundesliga nach sechsjähriger Abstinenz gewahrt. Die Badener bezwangen am abschließenden Zweitliga-Spieltag 1860 München mit 2:0 (1:0) und verteidigten mit 58 Punkten den dritten Rang.

In den Relegationsspielen trifft der KSC am 28. Mai und 1. Juni auf den Bundesligisten Hamburger SV. (Die Highlights des 34. Spieltages ab 19.30 Uhr im TV auf SPORT1 bei Hattrick - Die 2. Bundesliga)

Stürmer Rouwen Hennings gab bei SPORT1 die Marschroute für die beiden Duelle aus: "Wir wollen nicht nur Relegation spielen, um weniger Urlaub zu haben. Wir wollen aufsteigen."

Trainer Markus Kauczinski zeigte sich ebenfalls angriffslustig: "Die werden sehen, dass wir nicht leicht zu schlagen sind. Ich glaube daran, dass wir eine richtige Chance haben."

München vor Absturz

Die Löwen indes stürzten nach der 16. Saisonpleite auf Relegationsplatz 16 und spielen am 29. Mai und 2. Juni gegen den Drittliga-Dritten Holstein Kiel um den Verbleib in der 2. Liga. Die Münchner waren zuletzt 1993 drittklassig. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Kapitän Christopher Schindler war bei SPORT1 tief enttäuscht vom Auftreten seiner Mannschaft: "Wenn du um deine Existenz spielst, dann musst du anders auftreten."

Vor 27.771 Zuschauern sorgte ein Eigentor von 1860-Profi Kai Bülow (9.) für die frühe Führung der Gastgeber. Der Innenverteidiger bugsierte eine Hereingabe von Manuel Torres aus kurzer Entfernung ins eigene Netz, weil er vor dem einschussbereiten KSC-Torjäger Rouwen Hennings klären wollte. Torres (69.) machte den Sieg perfekt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

In der Folge waren die äußerst engagierten Karlsruher die wetterbestimmende Mannschaft und kamen immer wieder dank Torres und Enrico Valentini über die rechte Seite gefährlich vor das 1860-Gehäuse. Nahezu jeder gelungene Pass der Badener wurde von den Fans mit tosendem Applaus belohnt. Das Team von Trainer Markus Kauczinski schnürte die Gäste weit in der eigenen Hälfte ein. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Harmlose Löwen

Die lange Zeit erschreckend harmlosen und abwartenden Löwen, die in einem der wichtigsten Spiele der letzten Jahre auf die gesperrten Gary Kagelmacher und Valdet Rama verzichten mussten, lauerten indes auf Konter. Bis auf Weitschüsse von Jannik Bandowski (25.) und Dominik Stahl (44.) sprang in der durchwachsenen ersten Halbzeit nichts heraus. KSC-Keeper Dirk Orlishausen war quasi beschäftigungslos.

Dagegen hätte Hennings fünf Minuten vor dem Pausenpfiff schon für die mögliche Entscheidung zugunsten der Hausherren sorgen können. Doch der Kopfball des 27 Jahre alten Stürmers nach Flanke des emsigen Torres verfehlte nur knapp sein Ziel. (DATENCENTER: Tabelle)

Das Fehlen der gesperrten Dominic Peitz und Reinhold Yabo machte sich bei Karlsruhe kaum bemerkbar. Zumal die zuletzt angeschlagenen Hiroki Yamada und Gaetan Krebs spielen konnten. Nach dem Wechsel blieben die Badener offensiv und wollten die Führung nicht nur verteidigen.

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