vergrößernverkleinern
Fortuna Duesseldorf v 1860 Muenchen  - 2. Bundesliga
1860 München droht der Absturz in die Dritte Liga © Getty Images

München - Fünf Klubs kämpfen mit aller Macht gegen den Abstieg. Für 1860 München ist die Lage vor dem Match beim FSV Frankfurt prekär.

Wenn die Nerven im Abstiegskampf blank liegen, wird der Ton meist rauer - und manchmal wird er sogar richtig derb.

"Fast immer, wenn wir mit dem Rücken zur Wand gestanden sind, haben wir gepunktet", sagte Sportchef Gerhard Poschner von 1860 München vor den letzten drei Spieltagen in der Zweiten Liga: "Und jetzt stehen wir mit dem Arsch an der Wand."
Neben den Löwen (30 Punkte) befinden sich der VfR Aalen (28) sowie Erzgebirge Aue und der FC St. Pauli (beide 31) in einer ähnlich prekären Lage. Auch die SpVgg Greuther Fürth (34) ist längst nicht aller Sorgen ledig.

1860 und Aalen wollen vorlegen

Das Schlusslicht aus Aalen und der Vorletzte aus München haben dabei den Vorteil, dass sie Druck auf die Konkurrenten ausüben können - wenn sie am Freitag (18.15 Uhr im LIVETICKER und unserem Sportradio SPORT1.fm, Highlights ab 22.30 Uhr im TV bei Hattrick - Die 2. Bundesliga) erfolgreich vorlegen.

"Wir haben noch 270 Minuten, um uns in den sicheren Hafen zu bringen", äußerte Poschner vor der Partie beim FSV Frankfurt: "Die Mannschaft muss die Besessenheit entwickeln, dieses Ding zu schaukeln."

Schweres Restprogramm

Ob Leidenschaft alleine reicht, darf allerdings beim Blick auf das schwere Restprogramm bezweifelt werden. Die Münchner, die im Abstiegsfall möglicherweise in das Stadion an der Grünwalder Straße zurückkehren, müssen im Derby gegen den 1. FC Nürnberg und beim Aufstiegsaspiranten Karlsruher SC antreten.

Dem selbsternannten Aufstiegskandidaten droht der erste Absturz in die Drittklassigkeit seit 23 Jahren. Wie folgenschwer der Abstieg für den von Geldgeber Hasan Ismaik abhängigen Traditionsklub wäre, ist noch nicht abzusehen.

Wie in München werden auch in Aalen vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf (18.15 Uhr im LIVETICKER und unserem Sportradion SPORT1.fm) die letzten Motivations-Trümpfe aus dem Ärmel gezogen. "Die Spieler müssen weiter den unbändigen Willen zeigen, um die Liga zu erhalten", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck: "Jeder muss sich fragen lassen, ob er bereit ist, jetzt alles für diesen Verein zu geben."

St. Pauli vor schwieriger Aufgabe

Ohne den allerletzten Einsatz wird auch St. Pauli gewiss nichts holen. Die Hamburger müssen am Samstag (12.45 Uhr im LIVETICKER und unserem Sportradio SPORT1.fm) vor knapp 50.000 Zuschauern auf dem Betzenberg antreten. Trainer Ewald Lienen weiß, auf was es beim Tabellenzweiten 1. FC Kaiserslautern ankommen wird.

"Wir brauchen Spieler auf dem Platz, die zu 1000 Prozent fit sind", äußerte Lienen, für dessen Klub in der Vergangenheit in der Pfalz nicht viel zu holen war. Einem Sieg stehen zwei Remis und 13 Niederlagen gegenüber.   

Nicht ganz so schwierig wird es für die Auer, die ebenfalls am Samstag im Ostduell bei Union Berlin (12.45 Uhr im LIVETICKER und unserem Sportradio SPORT1.fm) ran müssen. Trainer Tomislav Stipic versprüht im kicker demonstrativ Zuversicht. "Wir haben dem Druck standgehalten", äußerte der 35-Jährige: "Die Tendenz spricht klar für uns."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel