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RB-Sportchef Ralf Rangnick würdigt eine unbequeme Entscheidung von Borussia Dortmund
Ralf Rangnick arbeitet seit 2012 für RB Leipzig. © Getty Images

München - RB Leipzig startet am Montag in die Vorbereitung - allerdings ohne Trainer Ralf Rangnick. Der 56-Jährige weilt im Urlaub. RB-Boss Oliver Mintzlaff und der Coach selbst erklären dies.

Die Saison-Vorbereitung geht los und der Trainer fehlt. Ja, richtig gelesen!

Wenn RB Leipzig am kommenden Montag als erster Profiklub ins Training startet, steht die Hauptperson nicht auf dem Rasen: Der neue Coach Ralf Rangnick.

Der 56-Jährige weilt bis zum 21. Juni im Urlaub und erholt sich mit seiner Familie vom Stress der letzten Monate.

Der Sportchef, der vor zwei Wochen bei den Sachsen auch noch das Amt des Cheftrainers bei RB übernommen hatte, reist für eine Woche nach Italien.

Ausgerechnet jetzt? Vor seinem Comeback als Trainer? Was steckt dahinter?

Gemeinsame Entscheidung

"Wir haben uns gemeinsam entschieden, dass Ralf Rangnick den schon länger geplanten Urlaub antritt und in der zweiten Trainingswoche voll einsteigt", sagt RB-Vorstandsboss Oliver Mintzlaff im Gespräch mit SPORT1.

"Ralf Rangnick war bis jetzt für zwei Klubs zuständig und musste dann auch mal Urlaub machen. Der Urlaub war geplant und ist die Situation entstanden, dass er das Traineramt übernimmt und er wollte dann seinen Urlaub streichen, was ich aber nicht wollte."

Rangnick wollte seinen Urlaub kurzfristig stornieren, tritt ihn auf Anraten des Vorstands nun aber doch an.

Ausgepowert schon vor Trainingsstart?

Böse Zungen sprechen schon davon, dass Rangnick ausgepowert sei und deshalb Urlaub benötigt. Im September 2011 hatte er seinen Vertrag als Trainer bei Schalke 04 aufgelöst, nachdem er sich körperlich erschöpft fühlte.

Im Juni 2012 kehrte er als Sportdirektor von Red Bull Salzburg und RB Leipzig ins Fußballgeschäft zurück. Nun also ein Rückfall?

"Nein", betont Mintzlaff nachdrücklich und erklärt weiter: "Das hat nichts damit zu tun. Ralf Rangnick hatte Urlaub geplant und ich habe im Zuge der Verpflichtung als Trainer zu ihm gesagt, dass er den Urlaub trotzdem antreten soll, weil es ja nur ein Lauftrainingslager ist."

Dies sei schließlich "nicht kriegsentscheidend".

"Mir geht es prächtig"

Auch Rangnick widerspricht den Gerüchten über einen Rückfall. "Mir geht es prächtig, ich steige erste am 22. Juni in die Trainingsarbeit ein. Der Klub schickt mich nicht in Urlaub", sagt Rangnick zu SPORT1.

"Ihm geht es super", meint auch Mintzlaff. "Er ist voller Energie und jetzt erholt er sich im Urlaub. Auch, wenn Jemand mal Burnout hatte, hat er ein Recht auf Urlaub."

Auch ohne Rangnick wird RB nun also in die Vorbereitung starten. Das Training in der ersten Woche leitet Co-Trainer Achim Beierlorzer. Die Neuzugänge Willi Orban (1. FC Kaiserslautern), Davie Selke (Werder Bremen) und Nils Quaschner (Red Bull Salzburg) werden schon dabei sein.

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