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Die Löwen verlieren beim Auftakt in Heidenheim in Bayernsocken
Die Löwen um Krisztian Simon bekommen beim Auftakt in Heidenheim in Bayern-Socken keinen Boden unter die Füße © Imago

Heidenheim - Kevin Kraus köpft Heidenheim kurz vor Schluss zum Sieg. Die Sechziger enttäuschen auf ganzer Linie. Einzig die Sockenfarbe der Löwen sorgt für Aufsehen.

Der 1. FC Heidenheim hat einen perfekten Start in die neue Saison der 2. Liga gefeiert und 1860 München frühzeitig wieder unter Druck gesetzt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Ostwürttemberger gewannen dank eines späten Treffers von Kevin Kraus in der 86. Minute 1:0 (0:0) gegen die Löwen, die damit weiterhin auf ihren ersten Sieg gegen Heidenheim warten. (Highlights am Sonntag ab 19.15 Uhr in Hattrick Pur - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1)

"Bei Standardsituationen gehe ich immer mit nach vorne. Ich freue mich für die Mannschaft, dass jetzt einmal ein Verteidiger getroffen hat. Aber im Prinzip ist es egal, wer die Tore macht", verdeutlichte Siegtorschütze Kraus bei SPORT1.

Löwen spielen in Bayern-Socken

Nach der katastrophalen Vorsaison stand für die Löwen auch der Start in die neue Spielzeit unter keinem guten Stern.

Weil Schiedsrichter Christian Dingert im Vorfeld des Spiels beim 1. FC Heidenheim die mit der Liga abgestimmte Trikotkombination abgelehnt hat und auch der FCH wenig Kompromissbereitschaft zeigte, waren die Löwen gezwungen, auszuweichen.

Statt in Blau und Weiß musste der TSV deshalb mit roten Stutzen auflaufen - ausgerechnet in der Vereinsfarbe des Stadtrivalen FC Bayern.

"Die Fans hatten Schaum vorm Mund"

Das schmeckte den Fans der Löwen ganz und gar nicht. Sechzigs Anhänger forderten ihre Mannschaft nach dem Spiel auf, die Socken sofort auszuziehen und wegzuwerfen.

"Die Fans hatten natürlich Schaum vorm Mund - Rot geht bei uns gar nicht", sagt Oliver Griss vom1860-Blog Die Blaue 24 im Interview mit SPORT1.fm. (Das komplette Interview hier anhören)

Die Spieler von 1860 kamen dieser Aufforderung dann auch nach, darüber waren aber wiederum die Heidenheimer überhaupt nicht erfreut.

Laut Griss soll es im Kabinentrakt zu einem Wortgefecht zwischen Marius Wolf und einem Heidenheim-Betreuer gekommen sein.

Ein Neuzugang in der Löwen-Startelf

"Rot ist die Farbe, die die Fans am wenigsten sehen wollen. Wir hätten die Antwort auf dem Platz geben müssen, aber das haben wir nicht geschafft", sagte ein zerknirschter Christopher Schindler nach der Partie bei SPORT1.

Bei den Sechzigern, die in der vergangenen Saison erst in der Relegation gegen Holstein Kiel den Klassenerhalt geschafft hatten, war in der Startelf mit dem Australier Milos Degenek lediglich ein Neuzugang vertreten. Heidenheims Coach Frank Schmidt vertraute in seiner Anfangsformation den drei Neuen Arne Feick, Daniel Frahn und Norman Theuerkauf.

Okotie komplett abgemeldet

Der Ex-Braunschweiger Theuerkauf und Marc Schnatterer hatten im ersten Durchgang vor 14.500 Zuschauern gute Möglichkeiten für die Gastgeber. 1860 vergab durch Daylon Claasen seine beste Gelegenheit.

Löwen-Torjäger Rubin Okotie, der vergangene Saison zweimal gegen den FCH getroffen hatte, wurde von den Gastgebern gut abgeschirmt.

Nach der Pause war es erneut Theuerkauf, der Heidenheim in Führung hätte bringen können. Der frühere Löwe Feick vergab eine Viertelstunde vor Schluss eine weitere große Chance gegen seinen Ex-Klub.

München verlegte sich nur noch auf Konter, war unter dem Strich aber viel zu harmlos. Kraus gelang dann im Anschluss an eine Ecke per Kopf der verdiente Siegtreffer für Heidenheim.

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