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Miso Brecko gegen Daniel Adlung
Daniel Adlung (M.) rettete dem TSV 1860 München einen Punkt in Nürnberg © Getty Images

Nürnberg und 1860 München liefern sich im Montagsspiel der Zweiten Liga einen harten Kampf. Die Löwen hadern mit verpassten Chancen - und einem umstrittenen Pfiff.

Kein Sieger im Duell der krisengeschüttelten Traditionsklubs: Der 1. FC Nürnberg und 1860 München trennten sich zum Abschluss des 3. Spieltags in der Zweiten Liga 2:2.

Der Club aus Franken verpasste nach einer turbulenten Woche mit Gerüchten um finanzielle Schwierigkeiten und einen Punktabzug den zweiten Heimsieg in Folge.

Die Löwen erzielten ihre ersten Saisontore und verließen das Tabellenende - doch der ganz große Befreiungsschlag blieb aus.

Kai Bülow hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) den Bann gebrochen und die Sechziger in Führung gebracht.

Guido Burgstaller (54.) und Niklas Stark (63.) drehten die flotte Partie vor 36.547 Zuschauern, doch Daniel Adlung (74.) sicherte den überlegenen Münchner Gästen den ersten Punkt der Saison.

"Wenn man den Spielverlauf sieht, hätten wir den Dreier verdient. Wir haben sehr viele Chancen herausgespielt und den Nürnbergern das Leben schwer gemacht", sagte Adlung im Gespräch mit SPORT1. Mit seinen sechs Torschüssen und seiner Laufleistung von 11,7 Kilometern zählte der 27-Jährige zu den stärksten Spielern.

Diese These unterschrieb Nürnbergs Leiter der Fußballabteilung Wolfgang Wolf nach Spielschluss bei SPORT1: "Wir können uns am Schluss freuen. Das 2:2 spielt uns in die Karten. 1860 habe ich heute stärker gesehen als uns. Ich bin mit dem Punkt froh. Es gibt noch viel zu tun."

Das sah auch Club-Coach Rene Weiler so. "Wir waren das schlechtere Team. Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht gut und viel zu weit weg vom Gegenspieler. Wir sind verdient in Rückstand geraten. Über das ganze Spiel gesehen haben die Münchner den Punkt mehr als verdient", sagte der Schweizer bei SPORT1.

Daniel Adlung
Daniel Adlung zählte mit seinen sechs Torschüssen und seiner Laufleistung von 11,7 km zu den stärksten Spielern © SPORT1

Wolf wird zurückgepfiffen

Besonders bitter für die Löwen: Unmittelbar vor dem Ausgleichstreffer von Burgstaller wurde ein Treffer von Marinus Wolf wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt.

"Wir können es nicht mehr ändern. Es ist zur Zeit sehr bitter für uns. Den hätte Kirschbaum nie gehalten, aber der Linienrichter hat anzeigt, dass Okotie den Torwart gestört hat. Es wäre ein Brustlöser gewesen", analysierte Sechzig-Trainer Torsten Fröhling

Insgesamt wäre für das Team von Fröhling deutlich mehr drin gewesen, vor allem im ersten Abschnitt war 1860 die aktivere Mannschaft mit den besseren Chancen.

Auch ein Blick in die SPORT1-Daten belegt die Überlegenheit der Gäste: Mit 23:6-Torschüssen, 12:1-Ecken und mehr Ballbesitzphasen (53,9 Prozent) hatten die Löwen ein klares Übergewicht zu verzeichnen. "Die Chancenverwertung war nicht so gut", so Fröhling bei SPORT1.

Team-Vergleich
1860 München hatte deutlich mehr Torschüsse zu verzeichnen © SPORT1

Löwen im Alu-Pech

Stürmer Ruben Okotie traf in der 23. Minute die Latte, im Nachsetzen vergab Stephan Hain völlig freistehend per Kopf.

Kapitän Christopher Schindler scheiterte kurz vor Schluss (83.) ebenfalls am Aluminium. Zwei Minuten vor dem Ende verpasste Okotie den Siegtreffer aus fünf Metern.

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