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Emil Forsberg (2.v.l.) glich für RB Leipzig in der 74. Minute aus
Emil Forsberg (2.v.l.) glich für RB Leipzig in der 74. Minute aus © Getty Images

Leipzig - Aufstiegsaspirant RB Leipzig bestraft die SpVgg Greuther Fürth für ihren fahrlässigen Umgang mit Großchancen. Für Leipzigs Ansprüche ist der Punkt dennoch zu wenig.

Aufstiegsfavorit RB Leipzig hat schon am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga die ersten Punkte liegen gelassen.

Beim Heim-Debüt kam die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick nicht über ein 2:2 (1:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth hinaus, konnte trotz zweimaligen Rückstands aber immerhin die erste Saisonniederlage vermeiden.

Acht-Millionen-Mann Davie Selke (14.) und der Schwede Emil Forsberg (74.) glichen jeweils für Leipzig aus, nachdem Sebastian Freis (12.) und Veton Berisha (40.) die Gäste zweimal in Führung geschossen hatten. Fürth vergab kurz vor der Pause und in der zweiten Halbzeit mehrmals die Chance, das Spiel durch Konter zu entscheiden.

Rangnick und Ruthenbeck zufrieden

"Wir müssen zufrieden sein und haben Moral gezeigt", sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick nach dem Spiel im Gespräch mit SPORT1. "Es war ein schweres und hochklassiges Spiel, aber wir hatten zu viele Ballverluste und waren heute nicht so kompakt, wie wir das sein wollten."

Die Roten Bullen aus Sachsen haben nach dem glücklichen Remis ebenso vier Punkte auf dem Konto wie Fürth, das im Vorjahr den Abstieg knapp vermieden hatte.

Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck war trotz der vergebenen Siegchancen mit dem Ergebnis im Reinen: "Es gab Phasen, da hätte es mit einem Lucky Punch in Führung gehen können. Natürlich wäre ein Dreier Weltklasse gewesen, aber wir sind zufrieden. Ich glaube nicht, dass hier so viele Mannschaften gewinnen werden", sagte Ruthenbeck zu SPORT1.

Fürther Führung hält nur 81 Sekunden

Vor 27.216 Zuschauern in Leipzig verzichteten beide Teams auf jedes Abtasten und legten sogleich fulminant los.

Die frühe Führung der mit einem 1:0 gegen Karlsruhe in die Saison gestarteten Franken war aber weitgehend ein RB-Geschenk: Fürths Robert Zulj durfte völlig unbedrängt auf den ungedeckten Freis flanken, und der ließ per Kopf Leipzigs Schlussmann Fabio Coltorti keine Chance. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nur 81 Sekunden später die Antwort der Hausherren, die zum Auftakt 1:0 beim FSV Frankfurt gewonnen hatten: Lukas Klostermann setzte sich auf dem rechten Flügel durch und setzte Selke in Szene. Der Neuzugang aus Bremen tunnelte Fürths Schlussmann Sebastian Mielitz und erzielte sein erstes Saisontor.

Selke verpasst Doppelpack

Selke hätte Leipzig auch in Führung bringen könnte, der 20-Jährige schoss aber in der 39. Minute knapp am Pfosten vorbei.

Stattdessen leitete kurz darauf Jürgen Gjasula Fürths zweiten Treffer ein. Der frühere albanische Nationalspieler, vor der Saison von Absteiger Aalen gekommen, schickte den ebenfalls neu verpflichteten Berisha (Viking Stavanger) auf die Reise, der Coltorti zum Halbzeitstand überwand.

Berisha hätte in der Nachspielzeit sogar noch erhöhen können, köpfte aber aus kurzer Distanz am Tor vorbei.

Berisha vergibt mehrfach

In der zweiten Halbzeit wurde die Begegnung zerfahrener, gegen kämpferisch starke Fürther fand Leipzig zu selten zu seinem Spiel.

RB Leipzig v Greuther Fuerth  - 2. Bundesliga
Greuther Fürths Veton Berisha vergab in Leipzig mehrere riesige Torchancen © Getty Images

Auf der Gegenseite hätte Berisha bei diversen Konterchancen den Sack frühzeitig zu machen können, vergab aber leichtfertig. Dies rächte sich, als Forsberg sein erstes Tor für Leipzig erzielte. Die Vorarbeit ging auf das Konto von Nils Quaschner, der einen langen Ball gekonnt mit der Hacke in den Lauf von Forsberg weiterleitete.

In der Nachspielzeit verpasste erneut Berisha mit einem Schuss ans Außennetz den Lucky Punch für die Gäste.

"Wir hätten gewinnen müssen. Wir hatten super Kontermöglichkeiten, haben sie aber leider nicht genutzt", sagte Gjasula zu SPORT1: "Das Quäntchen hat gefehlt, aber wir können stolz sein auf unsere Leistung."

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