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Der VfL Bochum schlägt SC Freiburg im Topspiel deutlich und ist neuer Spitzenreiter. Die Eiszeit zwischen Christian Streich und Gertjan Verbeek hält weiter an.

Der VfL Bochum ist mit einem beeindruckenden Sieg beim Absteiger SC Freiburg an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek gewann bei den Breisgauern mit 3:1 (0: 0) und feierte damit den dritten Sieg im dritten Saisonspiel.

Christian Günter per Eigentor (65.) und zweimal Simon Terodde (70./75.) erzielten die Tore für den VfL. Marc Torrejon (83.) traf für die Gastgeber und flog kurz danach mit Rot vom Platz (89.). Zuvor hatte bereits Freiburgs Mensur Mujdza (57.) die Gelb-Rote Karte gesehen. 

"Wir haben heute sehr diszipliniert gespielt", sagte Marco Terrazzino bei SPORT1. "Vorne haben wir in der zweiten Halbzeit dann richtig gut zugeschlagen."

"Es ist mir rätselhaft, wie jemand in so einem Spiel, das zwar umkämpft, aber total sauber war, eine Mannschaft derartig bevorteilt", haderte SC-Coach Christian Streich mit dem ersten Platzverweis: "Das Spiel ist dann völlig aus den Fugen geraten."

Vor 23.700 Zuschauern im Schwarzwaldstadion hatte der SC in einer zähen ersten Halbzeit die besseren Chancen. Vor allem Torjäger Nils Petersen, der in den ersten drei Pflichtspielen der Saison achtmal getroffen hatte, hätte die Gastgeber eigentlich in Führung bringen müssen. Nach guter Vorarbeit von Vincenzo Grifo schoss der Angreifer den Ball jedoch aus drei Metern über das leere Tor.

"In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig agiert, zu viel reagiert", sagte Verbeek bei SPORT1. Derzeit habe die Mannschaft das Glück, "aber das wird nicht immer so sein."

Der Daten-Vergleich zwischen Nils Petersen und Simon Terodde

Auch nach dem Seitenwechsel waren Torchancen zunächst Mangelware. Nach dem fragwürdigen Platzverweis gegen Kapitän Mujdza erhöhte Bochum den Druck. Tim Hoogland (63.) verpasste die Führung mit der Hacke noch knapp, doch wenig später lupfte Bulut eine abgefälschte Hereingabe über SC-Keeper Alexander Schwolow ins Tor. Ein Bilderbuchangriff über Timo Perthel und Bulut brachte die Entscheidung, Teroddes Distanzschuss schraubte das Ergebnis weiter nach oben.

"Bis zur Gelb-Roten Karte war Freiburg besser im Spiel", sagte Doppeltorschütze Terodde bei Sky: "Danach haben wir aber unsere Überzahl gut ausgespielt und am Ende auch verdient gewonnen."

Die Dauerfehde zwischen den beiden Trainern dauert weiterhin an.

Auf die Frage, ob es schon zu einem Handschlag zwischen den beiden gekommen sei, antwortete Verbeek nur: "Nein, noch nicht."

Nach der Pressekonferenz vermieden die beiden jeglichen Blickkontakt.

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