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Union Berlin v Hertha BSC Berlin - 2. Bundesliga
Die Fans der "Eisernen" wollen gegen den RB Leipzig protestieren © Getty Images

Fans des Zweitligisten Union Berlin wollen den Emporkömmling RB Leipzig im Spiel am Freitagabend erneut mit einer Protestaktion empfangen.

Einige Ultragruppierungen wollen in den ersten 15 Minuten schweigen und mit dem stillen Protest ihren Unmut über die zunehmende Kommerzialisierung im deutschen Profifußball zum Ausdruck bringen.

Die Leipziger reagierten gelassen auf die Ankündigung. "Das perlt an meiner Mannschaft ab", sagte RB-Trainer Ralf Rangnick der Bild: "Das interessiert uns alles nicht. Wir konzentrieren uns allein auf unser Spiel und wie wir es gewinnen können."

Union-Präsident Dirk Zingler zeigte Verständnis für den Protest. "Er hat zu 100 Prozent meine Unterstützung. Ich sehe das sportlich", sagte Zingler der Tageszeitung Die Welt

Bereits im Heimspiel der vergangenen Saison hatten Union-Anhänger mit einem Schweige-Protest gegen das Projekt RB demonstriert und sich dabei in schwarze Einwegjacken gehüllt. Auch im Auswärtsspiel in Leipzig hatte es einen stillen Protest der Gästefans gegeben.

Der Widerstand gegen das "Kunstprodukt" RB ist gerade beim Verein Union Berlin, der sich gerne als fanorientierter Kult-Klub sieht, groß.

Als die Köpenicker 2011 um Aktionäre für den Stadionkauf warben, gab es ein Werbeplakat mit einer zerquetschten Red-Bull-Dose und dem Spruch: "Wir verkaufen unsere Seele, aber nicht an jeden." Auch ein geplantes Testspiel gegen RB wurde vor vier Jahren unter anderem auf Druck der Fans abgesagt.

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