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Christian Streich wütet
Christian Streich ist seit Dezember 2011 Cheftrainer beim SC Freiburg © Getty Images

Düsseldorf - Durch den verdienten Sieg bei Fortuna Düsseldorf setzt sich der SC Freiburg oben fest. Die Rheinländer verlieren zum dritten Mal in Folge und warten zudem weiter auf den ersten Saisonsieg.

Der Fehlstart von Fortuna Düsseldorf in die neue Saison ist perfekt. Die Rheinländer verloren ihr Heimspiel am 4. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga mit 1:2 gegen den Erstliga-Absteiger SC Freiburg und warten bei bisher nur einem Zähler weiter auf den ersten Sieg. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Gäste zogen zumindest für 24 Stunden nach Punkten (neun) mit Tabellenführer VfL Bochum gleich. (DATENCENTER: Spielplan/Ergebnisse)   

Vincenzo Grifo (33.) brachte die Gäste in Führung, Mathis Bolly (37.) konnte ausgleichen, bevor Nicolas Höfler (39.) erneut für die Breisgauer traf. Zu allem Überfluss scheiterte Düsseldorfs Sercan Sararer (59.) mit einem Foulelfmeter an Freiburgs Keeper Alexander Schwolow. (SERVICE: Statistiken zum Spiel)  

"Jede Niederlage tut weh, heute aufgrund der Art und Weise vielleicht noch ein bisschen mehr, aber man kann keinem einen Vorwurf machen", sagte Routinier Axel Bellinghausen zu SPORT1.

"Nur das negative in den Vordergrund zu stellen, wäre völlig fehl am Platz. Von Kopfsache zu sprechen, halte ich für völlig falsch. Im Moment soll es einfach nicht sein. Wir dürfen jetzt nicht durchdrehen."

Fortunas Trainer Frank Kramer meinte im Gespräch mit SPORT1: "Wir haben heute nicht den Ertrag bekommen, den wir uns durch unsere Leistung erhofft hatten. Man muss sich das Glück erzwingen, das haben wir noch nicht geschafft. Mit der Leistung und dem Aufwand, den wir betrieben haben, werden wir das schaffen."

Für Freiburgs Trainer Christian Streich war es ein "glücklicher Sieg", wie er bei SPORT1 zugab. "Wir hatten eine gute erste Halbzeit und immer wieder gute Sachen gemacht. Am Ende konnten wir dem Druck der Düsseldorfer fast nicht mehr standhalten, aber wir haben gemacht, was ging."

Und weiter: "Der Sieg hilft uns natürlich enorm. Wir müssen die Woche jetzt so arbeiten, dass wir nächste Woche gegen Sandhausen körperlich besser dastehen."

Anfangsphase ohne Highlights

Nach einer Anfangsphase ohne große Höhepunkte hatte Sararer (19. ) die erste große Chance für die Gastgeber. Aus dem Nichts gingen die Freiburger in Führung und nutzten dabei Nachlässigkeiten in der Düsseldorfer Defensive. (Highlights am Sonntag um 19 Uhr in "Hattrick - Die 2. Bundesliga)

Einen Konter mit einem Spurt über rund 60 Metern schloss Bolly mit dem 1:1 ab. Zumindest die drei Treffer innerhalb von sieben Minuten schürten die Hoffnung auf eine bessere Partie nach der Pause. 

© SPORT1

Nach dem Wechsel erlebten die 27.233 Zuschauer in der Esprit-Arena eine stürmische Offensive der Fortuna, die jedoch äußerst schlampig mit ihren Chancen umging.

Der schwach geschossene Elfmeter des zuvor gefoulten Sararer passte ins Bild. "Das war eine wichtige Situation im Spiel, aber Düsseldorf hatte noch andere Chancen, wenn da einer reingeht, hätte mein gehaltener Elfmeter auch nichts gebracht. Ich bin einfach froh über diesen dreckigen Sieg", sagte Freiburg-Keeper Schwolow zu SPORT1.

Pech hatten die Gastgeber jedoch in der Schlussphase mit zwei Lattentreffern von Sararer und  Didier Ya Konan.   

Routinier Axel Bellinghausen und Torhüter Michael Rensing waren die besten Düsseldorfer. Aufseiten der Freiburger gefielen besonders Keeper Schwolow und Nicolas Höfler.

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