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Arminia Bielefeld v Eintracht Braunschweig  - 2. Bundesliga
Eintracht Braunschweig darf den dritten Saisonsieg feiern © Getty Images

Frankfurt hält bis zur Pause gut mit, dann trifft Ken Reichel diskussionswürdig. Danach spielt die Eintracht groß auf, ein Joker sticht. Doch Omladic sieht Rot.

Eintracht Braunschweig hat seine Aufholjagd mit dem dritten Zu-Null-Sieg in Folge fortgesetzt. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht gewann am 6. Spieltag verdient mit 3:0 (1:0) beim FSV Frankfurt und kletterte vorerst auf den fünften Tabellenplatz. (DATENCENTER: Tabelle)

© SPORT1

Platzverweis für Omladic

Ken Reichel (43.), Gerrit Holtmann (70.) und Mirko Boland (84.) sorgten für die Tore der Gäste, die nach einer Roten Karte gegen Nik Omladic (72.) die Schlussphase allerdings mit nur zehn Mann überstehen mussten. (DATENCENTER: Ergebnisse)

FSV-Coach Thomas Oral haderte hinterher bei SPORT1: "Wir sind noch nicht reif genug als Mannschaft, die Stabilität ist noch nicht da. Aber das ist normal in unserem Prozess."

Auch Manuel Konrad trauerte bei Sky den vergebenen Chancen hinterher. "Wir müssen einfach das 1:1 machen - und dann werden wir eiskalt bestraft."

Und ergänzte bei SPORT1 mit Blick auf den Platzverweis: "Es war ein Zweikampf an der Seitenlinie: Omladic macht eine komische Bewegung mit dem Fuß, der Schiedsrichter hat es so entschieden."

Dritter Streich bei Reichel

Jubel herrschte dagegen im Braunschweiger Lager.

"Mit den Siegen steigt bei uns das Selbstvertrauen, und dann hat man auch die Ruhe. Darauf können wir aufbauen", sagte Torschütze Reichel bei Sky.

Vor 5218 Zuschauern in Frankfurt hatte die Eintracht besonders in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, wurde aber erst kurz vor der Pause belohnt. Reichel, der schon beim jüngsten 6:0 gegen den Karlsruher SC doppelt getroffen hatte, erzielte nach schönem Zuspiel von Emil Berggreen sein drittes Saisontor.

Vor dem Tor foulte der Braunschweiger Omladic allerdings FSV-Verteidiger Alexander Huber, was der Schiedsrichter nicht ahndete.

FSV zu harmlos

"Ich bin auch der Meinung, dass es ein Tor war, es war kein böses Foul. Aber vielleicht wäre das Tor noch zu verhindern gewesen", sagte Huber bei SPORT1 und wollte das Thema nicht überbewerten.

Das Resultat sei gleichwohl "ein, zwei Tore zu hoch ausgegegangen. 3:0 hört sich ja richtig bitter an."

Die zuletzt ebenfalls zweimal in Folge siegreichen Hessen traten im Anschluss zwar energischer auf, agierten vor dem Tor aber viel zu harmlos. Die beste FSV-Chance resultierte dann auch aus einem Fauxpas der Gäste: Braunschweigs Berggreen schoss den Ball an die Latte (60.) des eigenen Tores.

Berggreen mit Blackout

Das wurmte den Dänen hinterher aber kaum, vielmehr dachte er an seine Vorarbeit zum 1:0: "Es war schön, einen Assist zu geben. Aber Ken hat jetzt mehr Tore als ich", sagte Berggreen bei SPORT1.

Wenig später machte Holtmann dann eh alles klar für die Braunschweig. 

Der FSV blieb somit auch im siebten Duell mit der Eintracht ohne Dreier und liegt mit sieben Zählern weiter im Mittelfeld der Tabelle.

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