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Eintracht Braunschweig v Greuther Fuerth  - 2. Bundesliga
Die jubelnden Fürther ziehen mit dem Sieg an Braunschweig vorbei auf Rang vier © Getty Images

Braunschweig - Die Franken gewinnen bei Eintracht Braunschweig und setzen ihre beeindruckende Erfolgsserie fort. Fürths Coach kennt Braunchweigs Taktik noch von früher.

Torsten Lieberknecht und Stefan Ruthenbeck: Einst büffelten beide im gleichen Jahrgang für den Trainerschein, am Montagabend standen sie sich im Zweitliga-Topspiel zwischen Eintracht Braunschweig und der SpVgg Greuther Fürth gegenüber.

Dass Ruthenbecks Fürther beim 1:0 (1:0) Braunschweigs taktisches Konzept knacken und damit das bessere Ende für sich haben würden, hatte sich schon damals angekündigt. Schließlich habe sein Trainerkollege "bei den Prüfungen immer bei mir abgeschrieben" scherzte Lieberknecht vor dem Spiel bei SPORT1 (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Vierter Sieg in Folge

Nach dem Schlusspfiff war ihm dann weniger zum Lachen zumute, alle seine taktischen Maßnahmen waren - wie konnte es anders sein - verpufft.

Die Gäste feierten dagegen den vierten Sieg in Folge und setzten ihre Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze fort. Nach dem neunten Spieltag grüßt das "Kleeblatt" vom vierten Platz und ist nur noch einen Zähler von Rang zwei entfernt.

Die Niedersachsen kassierten indes nach 478 Minuten wieder ein Gegentor und haben den Anschluss an das Führungstrio vorerst verloren. (DATENCENTER: Tabelle)

Frühes Tor sorgt für Entscheidung

Vor 20.142 Zuschauern im fast ausverkauften Eintracht-Stadion gelang Robert Zulj in der 14. Minute der Treffer des Tages. Der Mittelfeldspieler schloss einen Konter der Gäste mit einem trockenen Flachschuss ab. Braunschweigs Saulo Decarli sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (90.+1).

"Es ist eine schöne Momentaufnahme. Wir wollen eine stabile Saison spielen", sagte Ruthenbeck nach dem Spiel bei SPORT1: "Das Spiel war auf des Messers Schneide." Torschütze Zulj meinte: "Es ist noch zu früh, vom Aufstieg zu reden."

Lieberknecht musste anerkennen: "In der ersten Halbzeit war Fürth die bessere Mannschaft. Wenn man 1:0 gewinnt, dann auch verdient." Nach dem frühen Rückstand löste der Braunschweiger Trainer seine Fünferkette auf, doch diese taktische Maßnahme fruchtete kaum. Die Gastgeber, die in den letzten fünf Spielen 16 Tore erzielt hatten, waren gedanklich meist einen Tick langsamer als Fürth, das die Partie über weite Strecken kontrollierte.

Baffo im Pech

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte es Braunschweig trotz offensiverer Spielweise an der nötigen Durchschlagskraft. Lediglich ein Lattentreffer von Joseph Baffo (59.) sorgte für einen kurzen Schreck bei Fürth. Sechs Minuten später kam der Ex-Braunschweiger Domi Kumbela für Fürth in die Partie, vom Publikum mit freundlichem Beifall begrüßt.

Beste Akteure bei den Norddeutschen waren die Routiniers Ken Reichel und Mirko Boland. Aus der Mannschaft von Coach Stefan Ruthenbeck ragte neben Toschütze Zulj insbesondere Marco Stiepermann heraus, der seine Teamkollegen mehrfach brillant in Szene setzte.

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