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RB Leipzig v SC Freiburg - 2. Bundesliga
Davie Selke ist gegen Nürnberg an allen Treffern beteiligt © Getty Images

Leipzig - Die Bullen führen früh komfortabel. Dann stellen zehn Nürnberger den Spielverlauf fast auf den Kopf. Der Ausgleich in letzter Minute wird nicht anerkannt.

Der ambitionierte Fußball-Zweitligist RB Leipzig hat sich mit einem Zittersieg im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick setzte sich am 10. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:2 (3:0) durch, schon nach 16 Minuten hatte es 3:0 gestanden, mehr als 80 Minuten agierte Leipzig zudem in Überzahl.

Durch den erst zweiten Sieg aus den vergangenen sieben Spielen liegt Leipzig mit nun 17 Zählern einen Punkt hinter dem Relegationsrang. Nürnberg (14) ist Zehnter.

© SPORT1

Schiri im Blickpunkt

Matchwinner für Leipzig war Stürmer Davie Selke, der die Treffer zum 2:0 und 3:0 (11./16.) selbst erzielte und zuvor einen Elfmeter herausgeholt hatte, den Dominik Kaiser zur Führung verwandelte (8.).

In der entsprechenden Szene sah der Nürnberger Georg Margreitter wegen Notbremse die Rote Karte (6.). Dabei hatte der Übeltäter Selke schon deutlich vor dem Strafraum gehalten, Schiedsrichter Christian Dingert pfiff jedoch erst spät und entschied so auf Strafstoß.

Der Unparteiische sollte auch danach im Mittelpunkt stehen. Vor dem 2:0 wurde Vorlagengeber Lukas Klostermann in abseitsverdächtiger Position freigespielt. In der Nachspielzeit wurde zudem ein Treffer durch Füllkrug wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Rangnick übt Kritik

Dass die dezimierten Gäste nach der Pause immer besser ins Spiel fanden und den Leipzigern auf Augenhöhe begegneten, wurmte Red-Bull-Coach Ralf Rangnick. Nach Abpfiff beklagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick bei Sky den Schlendrian in seinem Team. "Nürnberg war nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht. Bis zum 3:1 wollten die nichts wissen vom Spiel. Dann fällt das 3:1 und wir haben Nerven gezeigt."

Bei SPORT1 ergänzte er: "Wenn du 3:0 führst und über 80 Minuten mit einem Mann mehr spielst, da müssen wir stabiler sein. Wir müssen schon am ende sehr froh sein, wenn man sieht, ie das Spiel gelaufen ist."

Torschütze Dominik Kaiser pflichtete ihm bei. "Wir haben bei Standardsituationen geschlafen, sind ein Mann mehr und am Ende musst du fast mit Glück sagen, dass du hier gewinnst", sagte er zu SPORT1. 

Nürnbergs Trainer Rene Weiler machte seiner Mannschaft zumindest für das couragierte Auftreten nach der Pause ein Kompliment. "Die Niederlage schmerzt selbstverständlich, aber die zweite Halbzeit hat die Mannschaft geschlossen aufgetreten und das nehmen wir als Positives mit. Es war eine Geschlossenheit da, es war eine gute Mentalität zu erkennen."

(Spielplan und Tabelle der 2. Bundesliga)

Die Highlights der Partie gibt es ab 19 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga LIVE im TV auf SPORT1.

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