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Dortmund - Der Neu-Trainer des SC Paderborn geht bei Borussia Dortmund unter. Stefan Effenberg wirkt zeitweise ratlos. Nur bei einem Scharmützel mit Mats Hummels steht er im Fokus.

Stefan Effenberg wollte einfach nur weg. Raus aus dem Stadion von Borussia Dortmund, in dem sein SC Paderborn eine bittere Lehrstunde erhalten hatte.

Effenberg floh aber nicht, weil er unangenehmen Fragen zum 1:7 (1:3) im DFB-Pokal aus dem Weg gehen wollte. Er musste einfach schnell zum Mannschaftsbus.

Die Abfahrtswege aus Dortmund waren am Mittwoch verstopft. Effenberg und seine Spieler hatten keine Lust darauf, erst weit nach Mitternacht in Paderborn einzutrudeln.

Kurzer Auftritt auf Pressekonferenz

Somit gab es nur einen kurzen Auftritt auf der Pressekonferenz. Dieser reichte, um SPORT1 einen Einblick in seine Gefühlswelt zu geben.

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"Grundsätzlich sind Niederlagen nie schön. Wir haben aber gegen einen Gegner verloren, der eine außergewöhnliche Spielstärke hat. Daraus müssen wir lernen, auch ich persönlich. Und das werden wir", sagte Effenberg auf Nachfrage.

Lakic lässt Paderborn jubeln

Dabei hatte auch sein drittes Spiel als Trainer positiv begonnen. Dortmunds Torwart Roman Bürki wollte Srdjan Lakic austanzen. Das misslang, der Stürmer kam an den Ball, und so führte Paderborn beim Favoriten. Sollte Effenberg etwa den großen Coup vor 75.000 Zuschauern landen?

Nein, lautete die Antwort spätestens zur Halbzeit. Da lag der Zweitligist bereits mit 1:3 hinten. Und nach der Pause kollabierte Paderborn Defensive wie der Feierabendverkehr auf der B1 in Dortmund. "Sieben Gegentore hört sich nicht gut an. Nach vier oder fünf musst du zumachen und versuchen, die Uhr runterzuspielen. Das haben wir nicht gemacht", kritisierte Effenberg.

Spielball vor Hummels versteckt

Er selbst hielt sich nach der Pause mit dem Dirigieren zurück. Effenberg sorgte nur für Aufsehen, als er den Spielball vor einem Einwurf nicht an BVB-Kapitän Mats Hummels rausrückte. Diese Aktion sorgte auf der Südtribüne für Pfiffe und Schimpftiraden unterhalb der Gürtellinie.

Borussia Dortmund v SC Paderborn  - DFB Cup
Stefan Effenberg wollte Mats Hummels den Ball nicht rausrücken © Getty Images

Zum Ende des Spiels ließ sich Effenberg auf der Trainerbank nieder. Der Coach wirkte ratlos. Doch dieser Zustand wird nicht von Dauer sein. "Morgen geht es weiter", sagte der 48-Jährige.

Einen Mann, der als Spieler einen Abstieg mit dem AC Florenz, einen Rauswurf aus der Nationalmannschaft und ein verlorenes Champions-League-Finale in der Nachspielzeit erlebt hat, haut ein Debakel im DFB-Pokal schließlich nicht um.

Nun gegen den FSV Frankfurt

Bittere Niederlagen haben den Fußballer Effenberg stärker gemacht. Sollte das gleiche für den Trainer Effenberg gelten, dürfte sich der FSV Frankfurt auf etwas gefasst machen.

Der Klub gastiert am Samstag (ab 12.45 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) nämlich zum Zweitliga-Spiel in Paderborn.

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