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Fortuna Duesseldorf v Eintracht Braunschweig  - 2. Bundesliga
Joel Pohjanpalo (3.v.l.) lässt sich feiern © Getty Images

Düsseldorf - Trotz eines Platzverweises bringt die Fortuna gegen Braunschweig einen knappen Vorsprung über die Zeit und klettert weiter. Trainer Hermann will trotzdem nicht weitermachen.

Fortuna Düsseldorf ist unter Interimstrainer Peter Hermann ein weiterer Schritt aus der Krise gelungen.

Die Rheinländer erkämpften zum Abschluss der Hinrunde gegen Eintracht Braunschweig trotz mehr als dreißigminütiger Unterzahl ein 1:0 (1:0) und stellten in der Tabelle den Anschluss ans Mittelfeld her.

Der Gast aus Niedersachsen verliert dagegen nach nur einem Dreier aus den vergangenen fünf Saisonspielen die Aufstiegsränge aus den Augen. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Kunstschuss aus der Distanz

Joel Pohjanpalo beendete mit einem Kunstschuss aus 20 Metern seine fast achtmonatige Durststrecke (25.). Zuletzt hatte der finnische Nationalstürmer am 17. April für die Fortuna getroffen. "Er ist gut drauf, hat aber in der ganzen Saison noch kein Tor für uns geschossen. Da wird man als Stürmer verbissen und quält sich. Heute hat er dann ein wichtiges Tor gemacht", lobte Düsseldorfs Interimstrainer Peter Hermann bei SPORT1.

Der 63-Jährige äußerte sich auch klar zu seiner persönlichen Zukunft: "Ich fange auf meine alten Tage nicht mehr als Cheftrainer an. Ich schließe das aus."

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Karim Haggui (56., wiederholtes Foulspiel) brachten die Düsseldorfer den knappen Vorsprung über die Zeit. "Düsseldorf hat sich sehr hinten zurückfallen lassen. Dann ist es schwer, teilweise gegen eine Sechserkette", sagte Braunschweigs Trainer Thorsten Lieberknecht bei SPORT1(SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Hermann bei Hagguis Aussetzer gelassen

Hermann nahm den Platzverweis gelassen: "Es passiert alles im Fußball. Die haben kleine, quirlige Spieler, das ist schwer zu verteidigen. Danach haben wir es mit zehn Mann gut gemacht, haben das Ergebnis über die Zeit gebracht."

SPORT1-Experte Thomas Strunz fällte dagegen ein deutlich härteres Urteil. "Für mich unverständlich von einem Spieler wie Haggui, der schon viele Spiele in der ersten Liga gemacht hat", sagte er. "Das zweite Foul war knapp hinter der Mittellinie – völliger Quatsch. Allein dafür muss er runter."

Mit dem zweiten Dreier in Folge verbesserten sich die Rot-Weißen mit 19 Punkten auf den 13. Tabellenplatz, Braunschweig hat als Sechster mit 25 Punkten nun schon vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. (DATENCENTER: Tabelle)

Duell auf Augenhöhe

Vor 22.757 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena entwickelte sich von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Das Fehlen ihres Ideengebers Kerem Demirbay, dem in den kommenden Tagen eine längere Sperre vom DFB-Sportgericht droht, machten die Düsseldorfer mit Entschlossenheit wett. Im Abschluss haperte es aber an Präzision gegen die bis dahin beste Defensive der Liga. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Braunschweig setzte durch Konter über die schnellen Salim Khelifi (16.) und Phil Ofosu-Ayeh (19./40.) den ein oder anderen Nadelstich. Als das Spiel zu verflachen drohte, schlug Pohjanpalo zu. Nach dem Führungstor agierten die Rot-Weißen vorsichtiger.

Gäste drängen auf den Ausgleich

Braunschweig wechselte offensiv und drängte nach der Pause immer mehr auf den Ausgleich. Der Platzverweis des bis dahin starken Haggui sorgte in einer immer hitziger werdenden Partie für immer größeren Druck der Gäste.

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