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Gerhard Mayrhofer (M.) tritt bei 1860 München aus
Gerhard Mayrhofer (M.) tritt bei 1860 München aus © Getty Images

Gerhard Mayrhofer kehrt den Münchnern den Rücken. Der TSV sei zu einem "Verein von Schwanzeinziehern geworden" und habe keine Zukunft mehr, sagt der 53-Jährige.

Gerhard Mayrhofer, ehemaliger Präsident des krisengeplagten 1860 München, hat seinen Austritt aus dem Verein angekündigt und heftige Kritik an seinen Nachfolgern im Umgang mit Investor Hasan Ismaik geübt.

"Das ist nicht mehr mein Sechzig, das ist ein Verein von Schwanzeinziehern geworden", sagte der 53-Jährige der tz.

Der einstige Klubchef findet das Verhalten des e.V. "unerträglich", fügte er zudem in der SZ an - er könne "mit so einer Katzbuckelei nichts anfangen. Der Verein hat in dieser Konstellation keine Zukunft mehr."

Vielmehr müssten sich die Verantwortlichen der Löwen "hinstellen und zu Ismaik sagen: Es ist Schluss mit lustig, du kannst gehen".

Mayrhofer war im Juli 2013 zum Präsidenten gewählt worden. Im Juni 2015 trat er nach ständigen Querelen mit Ismaik aber frustriert zurück.

Inzwischen hat Peter Cassalette das schwierige Amt übernommen.

Mehrheitsgesellschafter Ismaik hatte in den vergangenen Wochen mit einigen wirren Facebook-Einträgen wieder einmal für Unruhe beim abstiegsbedrohten Zweitligisten gesorgt.

Zuletzt hatte der Unternehmer aber immerhin angekündigt, die finanziellen Löcher erneut zu stopfen.

Dann gehe "das Dahindümpeln weiter. Und im Hintergrund wird er Bedingungen stellen, die nicht zu erfüllen sind", sagte Mayrhofer der tz.

Das sei "alles komplett absurd. Entweder investieren oder verkaufen, dazwischen gibt es nichts Vernünftiges. Da wäre ein Ende mit Schrecken besser."

Ismaik lehnte zuletzt aber erneut einen Verkauf seiner Anteile ab. Der Jordanier rettete dem klammen TSV seit seinem Einstieg 2011 zwar mehrmals die Lizenz, zu größeren Investitionen in den Krisenklub ist er aber nicht bereit.

Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann belegt als 17. derzeit einen Abstiegsplatz.

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