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Raphael Schäfer spielt mit einjähriger Unterbrechung seit 2001 für Nürnberg © Imago

München - Raphael Schäfer wächst im Derby zwischen 1860 und Nürnberg über sich hinaus und sichert den Auswärtssieg mit starken Paraden. Trainer Weiler ist begeistert.

Raphael Schäfer war der gefeierte Mann in der Allianz Arena.

Mit insgesamt acht zum Teil spektakulär abgewehrten Torschüssen sicherte der Torwart dem 1. FC Nürnberg vor 51.200 Zuschauern einen 1:0 (1:0) Auswärtssieg beim TSV 1860 München. Die Franken festigten damit ihren dritten Platz und haben nach dem Patzer des zweitplatzierten SC Freiburg am Freitag (0:2 beim VfL Bochum) die direkten Aufstiegsplätze wieder vor Augen.

(Hattrick - Die 2. Bundesliga mit allen Highlights am Sonntag ab 19 Uhr sowie dem Livespiel am Montag ab 19.45 Uhr im TV auf SPORT1)

1860 München bleibt trotz seiner Frischzellenkur im Winter in höchster Abstiegsgefahr. Im ersten Pflichtspiel des Jahres verloren die Löwen mit drei Neuzugängen in der Startelf und könnten als Vorletzter am Montag sogar noch ans Tabellenende abrutschen (Die Tabelle der Zweiten Liga).

"Ich freue mich, dass ich einen Beitrag leisten konnte, dass wir die drei Punkte geholt haben", blieb Schäfer nach seiner starken Leistung bei SPORT1 bescheiden. Ist nun sogar die Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags für den 37-Jährigen denkbar? "Wenn, dann vielleicht für ein Jahr. Aber darüber reden wir noch einmal", so der Torwart-Routinier (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga).

© SPORT1

Weiler: "Große Paraden gezeigt"

Nürnbergs Trainer Rene Weiler beglückwünschte seinen Keeper bei SPORT1: "Ich gratuliere ihm und bin glücklich, dass er so eine Leistung auf den Platz gebracht hat. Er hat mehrere große Paraden gezeigt und hat uns da Tor sauber gehalten, wenn die Verteidiger nicht da waren."

Vor allem in der Anfangsphase rettete Schäfer mehrfach gegen furios startende "Löwen", ehe Patrick Erras in der 23. Minute zur zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Gästeführung traf. 

Mit einem Schuss in den Winkel ließ er 1860-Schlussmann Stefan Ortega keine Abwehrchance (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen).

Aufstieg? "Wir würden uns nicht wehren"

Die Löwen traten von Beginn an mutig auf und waren um Spielkontrolle bemüht. Das Team von Trainer Benno Möhlmann kombinierte zumeist sicher. An der Chancenverwertung haperte es allerdings: Die besten Tor-Möglichkeiten vergaben mehrfach Rubin Okotie und Augsburg-Leihgabe Sascha Mölders (33.).

Von Münchens guten Ansätzen war im Verlauf des zweiten Durchgangs immer weniger zu sehen. Während die Löwen kaum noch für Torgefahr sorgten, erspielte sich der FCN zunehmend ein Übergewicht und war dem zweiten Treffer näher als 1860 dem Ausgleich.

Mit zumindest über Nacht fünf Punkten Vorsprung auf Rang vier können die Nürnberger vom Aufstieg träumen. "Wenn man da oben reinschnuppern will und auch den Anspruch habt, muss man solche spiele auch gewinnen", sagte Schäfer zu SPORT1: "Wir wollen den dritten Platz verteidigen. Den haben wir uns hart erarbeitet."

Torschütze Erras blieb bei SPORT1 auf einen möglichen Aufstieg angesprochen cool: "Wir würden uns nicht wehren."

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