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Der FSV Frankfurt behielt bei St. Pauli überraschend die Oberhand
Der FSV Frankfurt behielt bei St. Pauli überraschend die Oberhand © Getty Images

Hamburg - Der FC St. Pauli lässt dem Coup gegen Leipzig trotz Führung einen Patzer gegen Frankfurt folgen. Die Hamburger verpassen damit Rang zwei, Frankfurt feiert wichtige Punkte.

Zweitligist FC St. Pauli hat im Aufstiegsrennen einen empfindlichen Rückschlag kassiert.

Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen ließ gegen den FSV Frankfurt beim 1:3 (1:2) erstmals im Jahr 2016 Punkte liegen und verpasste den Sprung auf Platz zwei.

Lienen beklagt mangelnde Einstellung

"Es war von der ersten Sekunde an zu sehen, dass wir nicht so gebrannt haben wie gegen Leipzig. Das ist aber nötig gegen so eine Mannschaft", sagte Lienen bei SPORT1. Abwehrspieler Lasse Sobiech haderte ebenfalls mit der unnötigen Niederlage im Aufstiegskampf: "Es wär natürlich eine Riesenchance für uns gewesen uns da festzusetzen, jetzt wird’s wieder ganz eng."

Dabei hatte Marc Rzatkowski die Gastgeber vor 29.342 Zuschauern am Millerntor bereits nach zehn Minuten in Führung geschossen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der FSV zeigte sich aber keineswegs geschockt und glich in einer ansehnlichen Partie durch den Brasilianer Yann Rolim (11.) postwendend aus. Dani Schahin (32.) und ein Eigentor des Verteidigers Lasse Sobiech (53.) stellten Frankfurts ersten Sieg im achten Gastspiel auf dem Kiez sicher.

Gäste-Trainer Thomas Oral freute sich für seine Mannschaft, die sich diesmal für ihre gute Leistung auch belohnte. "Schon in den letzten Wochen gut gespielt, aber nie die vollen Punkte mitgenommen", sagte Oral bei SPORT1. Florian Ballas ergänzte: "Das war eines der besten Spiele, die wir gemacht haben, wenn nicht das beste. Da sieht man, was man mit geschlossener Mannschaftsleistung erreichen kann."

Die Statistiken des Spiels © SPORT1

Pauli bleibt Vierter

St. Pauli durfte sich bei Torwart Robin Himmelmann bedanken, dass die Begegnung nicht schon vor der Pause entschieden war.

Die Hamburger, die in der vergangenen Woche Spitzenreiter RB Leipzig geschlagen hatten, bleiben mit 36 Punkten nach 22 Spieltagen Vierter. Der SC Freiburg (38) und der 1. FC Nürnberg (37) können ihren Vorsprung auf St. Pauli in ihren Partien am Sonntag und Montag ausbauen.

Frankfurt (26) vergrößerte den Abstand zum Relegationsplatz 16 zumindest vorübergehend auf beruhigende neun Punkte.

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