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1. FC Nuernberg v RB Leipzig - 2. Bundesliga
Der 1. FC Nürnberg ist unter Trainer Rene Weiler (Mitte) schon seit 17 Spielen ungeschlagen. © Getty Images

Nürnberg - Das ist Werbung für den die Zweite Liga. Der 1. FC Nürnberg dreht die Partie und gewinnt gegen RB Leipzig. Die Franken sind damit im 17. Spiel hintereinander ungeschlagen.

Der 1. FC Nürnberg hat Spitzenreiter RB Leipzig im Aufstiegskampf eine empfindliche Niederlage zugefügt und darf wieder auf den direkten Bundesliga-Aufstieg hoffen.

Der fränkische Altmeister setzte sich im hochklassigen und emotionalen Topspiel der 2. Liga 3:1 (0:0) durch. (DATENCENTER: Tabelle)

(Die Highlights in Hattrick - die 2. Bundesliga ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Stürmer Davie Selke (52.) hatte die über weite Strecken unterlegenen Leipziger mit seinem neunten Saisontor in Führung gebracht. Doch Ondrej Petrak (70.) mit seinem Premierentreffer, Niclas Füllkrug (75.) und Guido Burgstaller (90.+4) drehten die Partie. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

"Wir haben den Sieg anvisiert. Es war ein schweres Spiel, beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Wir haben das Spiel gewonnen - das zählt", sagte FCN-Coach Rene Weiler zu SPORT1.

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick war am SPORT1-Mikrofon natürlich wenig angetan vom Ergebnis: "Es war so nicht zu erwarten, schon gar nicht, wenn wir 1:0 in Führung gehen. Wir haben trotzdem noch alles selber in der Hand."

Leipzig zeigt erneut Nerven

Für RB war es nach dem 1:2 in Freiburg die zweite Niederlage in einem Aufstiegskracher hintereinander, die Freiburger könnten mit einem Sieg am Montag gegen den Karlsruher SC die Tabellenführung übernehmen. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)    

Die kämpferisch starken Nürnberger liegen jetzt nur noch drei Punkte hinter Leipzig und sind seit 17 Begegnungen unbezwungen - zum Vereinsrekord fehlt nur noch ein Spiel. Außerdem ist der 1. FCN weiterhin die einzige Mannschaft im Unterhaus ohne Heimniederlage.    

"Es war wie erwartet schwer. Wir haben aber verdient gewonnen", sagte Nürnbergs Mittelfeldspieler Sebastian Kerk zu SPORT1: "Wir sehen uns oben etabliert und schauen von Spiel zu Spiel. Wir bekommen kein Muffensausen - es war ein geiles Spiel."

Vor 40.860 Zuschauern im Grundig-Stadion zeigte sich der Club unbeeindruckt von der "Hiobsbotschaft" (Trainer René Weiler), die der Ausfall von Patrick Erras bedeutete. Der Tscheche Petrak übernahm Erras' Position im defensiven Mittelfeld und trug zur stabilen Spielweise entscheidend bei.    

Sturm-Duo lässt Wünsche offen

Leipzig setzte erstmals seit der Winterpause auf das Sturmduo Selke und Yussuf Poulsen, deren Zusammenspiel zunächst einige Wünsche offen ließ. "Beide sind in sehr guter Verfassung und wir haben Ausfälle, deshalb war das naheliegend", sagte Rangnick, der sein gewohntes System mit nur einer Spitze aufgab.

In der ersten Hälfte hatte aber Nürnberg die besseren Chancen. So etwa, als Sebastian Kerk an Torhüter Peter Gulacsi scheiterte (33.).

Kurz vor der Pause hatten die Gäste Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer nicht eingriff, als Kerk im RB-Strafraum zu Fall kam.    

Selke schiebt locker ein

Nach dem Seitenwechsel hatte Niclas Füllkrug die Führung (49.) für Nürnberg auf dem Fuß, ehe RB zuschlug. Nach einem Traumpass von Emil Forsberg legte Poulsen alleine vor dem FCN-Tor auf Selke ab, der den Ball locker einschob. Nürnberg aber hielt weiter dagegen.

Nach einer Ecke brachte Rani Khedira den Ball nicht weg und Petrak staubte ab. Füllkrug erhielt beim 2:1 unfreiwillige Unterstützung von RB-Kapitän Willi Orban. Burgstaller beseitigte gegen nun alles riskierende Gäste in der Nachspielzeit die letzten Zweifel am Sieg.

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