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Veton Berisha sorgte mit seinem dritten Saisontreffer für das zwischenzeitliche 2:1 © Getty Images

Bochum - Mit zwei Geniestreichen begräbt Greuther Fürth die Aufstiegsambitionen des VfL Bochum wohl endgültig - daran ändert auch der späte Bochumer Ausgleich nichts. Eklat um Gjasula.

Der VfL Bochum  hat sich wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen in die Fußball-Bundesliga verabschiedet.

Die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek kam am 27. Spieltag der 2. Liga zu Hause über ein 2:2 (1:1) gegen Greuther Fürth nicht hinaus. Nando Rafael (90.+1) rettete einen Punkt für den VfL. (DATENCENTER: Tabelle) Bochum ist mit 44 Punkten Tabellenfünfter. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Niko Gießelmann (12.) mit einem wunderschönen Tor aus der Distanz in den rechten Winkel und Veton Berisha (65.) trafen für die effektiven Franken.

"Wenn man den Spielverlauf sieht, ist es zu wenig, aber von den Chancen her gerecht", sagte Gießelmann SPORT1. "Mit dem schwachen rechten Fuß haue ich einfach mal voll drauf. Aber ich hätte lieber gewonnen."

Sein Trainer, Gertjan Verbeek sagte am SPORT1-Mikrofon: "Was gefehlt hat? Ein Tor für uns, dann hätten wir gewonnen. In der Halbzeit habe ich zu den Jungs gesagt, sonntags beginnen sie Spiele um halb Zwei, nicht erst fünf nach halb zwei."

Verbeek lobt sein Team

Doch vom Niederländer gab es auch Lob für sein Team. "Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen, wie sie gekämpft hat."

Auch für seinen Ex-Klub fand Verbeek positive Worte. "Respekt für Nürnberg, die holen drei Pukte gegen Leipzig..."

Fürth-Trainer Stefan Ruthenbeck meinte bei SPORT1: "Der Gegner hat sich das 2:2 verdient. Der Zeitpunkt war unglücklich, da haben wir gepennt."

Und weiter: "Wir haben schon noch enorme sportliche Ziele. Noch drei Punkte, dann ist der Klassenerhalt gesichert. Wir kämpfen gerade um Platz acht, neun, sieben, sechs. Wenn wir das erreichen, sind wir zufrieden."

Gjasula sorgt für Eklat

Für einen handfesten Eklat sorgte Fürths Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula, der in der hektischen Schlussphase der Partie die Rote Karte sah. 

Der 30-Jährige packte seinen Gegenspieler nach einem Foul am Nacken, was Schiedsrichter Robert Schröder als Tätlichkeit wertete. Kaum den roten Karton gesehen, brannten bei Gjasula schließlich die Sicherungen durch und er schubste den Unparteiischen.

Immer noch in Rage musste Gjasula anschließend von seinen Mitspielern vom Platz geführt werden.

Rüffel vom Trainer und Mitspieler

"Das darf Gjasula nicht passieren. Das weiss er auch selber", sagte ein verärgerter Ruthenbeck: "Das Spiel war jedoch sehr emotional. Er hat ihn aber nicht geschlagen, sondern nur gepackt, was er auch nicht darf."

Auch Gießelmann hatte bei SPORT1 wenig Verständnis für die Aktion von Gjasula: "Er ist ein erfahrener Spieler, klar muss er sich besser im Griff haben."

18. Saisontreffer von Terodde

Bochums Top-Torjäger Simon Terodde (43.) hatte mit seinem 18. Saisontreffer vor 13.443 Zuschauern den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Bochums Tim Hoogland (90.+3) sah wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte.

Fürth revanchierte sich für die 0:5-Pleite im Hinspiel. Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck hat nun vier Spiele in Folge nicht verloren und liegt nur noch einen Platz hinter den Bochumern.

Bochum tat sich gegen Fürth überraschend schwer, kämpfte sich dann aber die Partie und hatte die besseren Möglichkeiten. Aber im Gegensatz zu den Gästen machte das Verbeek-Team zu wenigen aus seinen Chancen. Das späte Tor rettete wenigstens noch einen Zähler.

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