vergrößern verkleinern
Der bereits verwarnte Zoltan Stieber zieht nach seinem Siegtreffer das Trikot aus und sieht dafür von Schiedsrichter Florian Meyer die Ampelkarte © Getty

Nürnberg - Nürnberg feiert einen Last-Minute-Sieg dank Joker Stieber, der sich beim Jubeln einen unfassbaren Fauxpas leistet. Raphael Schäfer droht das vorzeitige Karriere-Ende.

Der 1. FC Nürnberg hat im Unterhaus seine Erfolgsserie fortgesetzt und bleibt ein heißer Kandidat für den Aufstieg in die Bundesliga.

Die Mannschaft von Trainer René Weiler gewann zum Auftakt des 25. Spieltages 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern, blieb im 15. Spiel in Folge ohne Niederlage und zog als Tabellendritter zunächst mal mit 47 Punkten mit dem Zweiten SC Freiburg gleich. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Das war ein sehr glücklicher Sieg heute, man hat den Kräfteverschleiß gemerkt, wir hatten kaum Torchancen und wären mit dem Punkt zufrieden gewesen", gab Weiler nach dem Schlusspfiff bei SPORT1 ehrlich zu.

Vor 31.475 Zuschauern machte HSV-Leihgabe Zoltán Stieber in der 88. Minute den Sieg der Gastgeber perfekt.

Nach seinem ersten Treffer für die Franken riss er sich das Trikot vom Leib und kassierte dafür die Gelb-Rote Karte, nachdem er kurz zuvor verwarnt worden war.

"Das war eine unnötige Aktion von ihm, aber das weiß er selbst", rügte der FCN-Coach seinen Matchwinner.

Lautern stark verbessert

Patrick Erras hatte den Club planmäßig in Führung geschossen (19.). Jón Bödvarsson gelang aber nur drei Minuten später der Ausgleich für die Pfälzer, die weiter im Mittelfeld dümpeln.

Lautern zeigte sich gegenüber dem 0:1 unter der Woche gegen 1860 München stark verbessert und ließ sich auch von dem frühen Rückstand nicht verunsichern.

Nach dem Ausgleich hatten die Roten Teufel zunächst sogar mehr vom Spiel und durch Lukas Görtler kurz vor der Pause auch eine gute Gelegenheit zur Führung.

Auch nach der Pause konnten die Gäste das Spiel offen gestalten und gute Kontermöglichkeiten herausspielen.

Schäfer offenbar schwer verletzt

Nürnberg tat sich schwer, zumal Patrick Rakovsky in der 66. Minute für den angeschlagenen Raphael Schäfer zwischen die Pfosten musste. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Nach einer ersten Diagnose erlitt der Routinier einen Riss der Achillessehne. "Wir müssen abwarten, was bei den Untersuchungen rauskommt", sagte Weiler.

Bestätigt sich der Verdacht, würde das voraussichtlich Schäfers Karriere-Ende bedeuten. Im November gab der 37-Jährige bekannt, dass er seine Schuhe im Sommer an den Nagel hängen wird.

Kurz nach Schäfers Auswechslung verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Stipe Vucur auch Ersatzmann Rakovsky, der aber bis zum Schluss durchhielt.

Stieber sorgte dann aber doch noch für Jubel bei den Gastgebern, der nach dem Schlusspfiff aufgrund von Schäfers Verletzung aber schnell einen Dämpfer erhielt. (DATENCENTER: Tabelle)

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel