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Die Löwen feiern gegen Sandhausen ihren dritten Sieg in Folge © Imago

München - 1860 München krönt die englische Woche mit dem dritten Sieg in Folge und verlässt die Abstiegsränge. Auch ein Traumtor von Sandhausen kann die Löwen nicht aufhalten.

Mit dem dritten Sieg in Folge hat TSV 1860 München in der 2. Bundesliga zunächst mal das rettende Ufer erreicht.

Durch ein 3:2 (2:1) gegen den SV Sandhausen verdrängten die Löwen am 25. Spieltag Fortuna Düsseldorf vom 15. Tabellenplatz. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Besser als auf Platz 16 standen die Sechziger zuletzt am dritten Spieltag. "Die Ausbeute aus der englischen Woche ist perfekt, wir nehmen das gerne mit. Wir wissen aber auch, dass das nur ein Zwischenspurt ist", sagte 1860-Coach Benno Möhlmann am SPORT1-Mikrofon.

Mölders schlägt zu

Die Sandhäuser hatten zwar deutlich mehr Torschüsse (18:8), dümpeln nach ihrem fünften Spiel in Serie ohne Sieg aber weiter im unteren Mittelfeld.

"Es ist bitter, wenn du auswärts 18:8-Torschüsse und 9:3-Ecken hast und am Ende verlierst", sagte Sandhausen Trainer Alois Schwartz bei SPORT1.

Dagegen sorgten Christopher Schindler (11.), Winter-Verpflichtung Sascha Mölders (30.) mit seinem zweiten Saisontreffer und Michael Liendl (61.) per Foulelfmeter dafür, dass die Münchner bei ihrer Aufholjagd im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage blieben.

Bouhaddouz trifft sehenswert

"Ich weiß nicht, woher die neue Stärke kommt, eigentlich machen wir nicht viel anders. Momentan strahlen wir eine gefährliche Ruhe aus bei Standards", sagte Schindler. Die Löwen erzielten nun schon acht ihrer letzten neun Tore nach Standards.

Für den spielerischen Höhepunkt sorgten aber die Gäste. Aziz Bouhaddouz war mit einem herrlichen Fallrückzieher in der zwölften Minute das zwischenzeitliche 1:1 für die Sandhäuser gelungen. Der eingewechselte Ranisav Jovanovic (72.) sorgte dann noch einmal für Spannung. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Vor 14.600 Zuschauern hatten die Gäste die erste Chance, als Leart Paqarada in der fünften Minute mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern am Aluminium scheiterte.

Liendl bewahrt die Nerven

In der Folgezeit löste sich aber das Team von Trainer Benno Möhlmann aus der Umklammerung der Gäste und kam selbst zu guten Gelegenheiten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Sandhausen mühte sich zwar nach Kräften, aber Bouhaddouz, Andrew Wooten und der in der 46. Minute eingewechselte Korbinian Vollmann, der in der 56. Minute nur den Pfosten traf, vergaben gute Möglichkeiten zum Ausgleich. (DATENCENTER: Tabelle)

Nach einem vermeintlichen Foul von SVS-Torwart Marco Knaller an Schindler nutzte Liendl dann den Strafstoß zum 3:1 - sehr zum Ärger von Alois Schwartz. "Es ist beschissen. Gerade läuft alles gegen uns. Heute kann man auch diskutieren ob es ein Elfmeter war."

Zwar brachte Jovanovic die Gäste wieder ins Spiel, doch zu mehr reichte es nicht - sehr zur Freude der Hausherren. "Wir haben dieses Miteinander, wir kämpfen und laufen bis zum Schluss. Und dafür werden wir belohnt", freute sich Möhlmann.

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