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1. FC Heidenheim v FSV Frankfurt  - 2. Bundesliga
Fanol Perdedaj (r.) bereitete ein Tor vor und erzielte das zweite selbst © Getty Images

Heidenheim - Der FSV Frankfurt lässt trotz einer deutlichen Führung beim 1. FC Heidenheim Punkte liegen. Die Gastgeber belohnen sich spät für ihre Aufholjagd.

Der FSV Frankfurt hat einen wichtigen Auswärtssieg im Abstiegskampf leichtfertig verfehlt.

Das Team von Trainer Tomas Oral musste sich nach einer 2:0-Führung beim 1. FC Heidenheim mit einem 2:2 (1:0) begnügen, weil der eingewechselte Ben Halloran (88.) noch der Treffer der Gastgeber zum Endstand erzielte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

© SPORT1

"Wir haben über 90 Minuten ein super Spiel gemacht", sagte Oral bei SPORT1. "Am Ende ist es ein bisschen glücklich für unseren Gegner. Wir hatten bis zur 80. Minute alles unter Kontrolle. Es hat aber nichts mit fehlender Cleverness zu tun."

Sein Gegenüber Frank Schmidt war derweil "absolut zufrieden mit dem Punkt", wie er bei SPORT1 erklärte. "Wenn du das 2:0 bekommst, dann brauchst du schon Eier in der Hose, um das Ding noch zu drehen."

Die Liverpooler Leihgabe Taiwo Awoniyi (22.) und Fanol Perdedaj (74.) hatten den FSV in Führung geschossen. Denis Thomalla (81.) läutete dann die erfolgreiche Schlussoffensive der Gastgeber ein. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Vorsprung auf Abstiegszone wächst vorerst

Vor den Spielen der Keller-Konkurrenten vergrößerten die Hessen den Abstand auf den Relegationsplatz, den Fortuna Düsseldorf einnimmt, aber immerhin auf fünf Punkte.

Dennoch gelang dem FSV in den vergangenen zehn Spielen nur ein Sieg. Heidenheim, mit 37 Punkten in der Tabelle jenseits von Gut und Böse, entging nur knapp der ersten Heimniederlage in diesem Jahr. (DATENCENTER: Tabelle)

Der FSV-Coach wird in der kommenden Spielzeit zum Ligakonkurrenten Karlsruher SC wechseln, geht aber davon aus, dass er bis Saisonende in Frankfurt auf der Bank sitzen wird: "Ich werde bis zum Schluss alles geben."

Die auswärtsstarken Frankfurter - 19 ihrer 29 Punkte holten sie auf gegnerischen Plätzen - schnupperten vor allem dank ihrer kompakten Defensive lange am Sieg. Beim 1:0 durch den erst 18 Jahre alten Awoniyi half auch Heidenheims Torwart Jan Zimmermann tatkräfig mit, der einen schwachen Schuss von Fanol Perdedaj nur abklatschen konnte - Awoniyi staubte ab. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Heidenheim spielte danach zu umständlich und brachte den stabilen FSV kaum in Bedrängnis. Erst nach dem 0:2 und der scheinbar sicheren Niederlage vor Augen wurde es besser.

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