vergrößern verkleinern
SC Freiburg v RB Leipzig  - 2. Bundesliga
Alexander Schwolow rettete dem SC Freiburg im Top-Spiel gegen RB Leipzig in der Schlussphase den Sieg © Getty Images

Freiburg - Freiburg entscheidet das Top-Spiel für sich und verkürzt damit den Rückstand auf RB Leipzig. Der Keeper der Breisgauer rettet den Sieg zum Schluss mit einer Glanztat.

Mit den Lobeshymnen wusste Alexander Schwolow beinahe nichts anzufangen.

"Das ist das, wofür man als Torwart täglich arbeitet", sagte der Schlussmann des SC Freiburg in aller Bescheidenheit bei SPORT1.

Als RB Leipzig im dichten Schneefall noch einmal alles nach vorne geworfen und Marcel Sabitzer den Ball aus gut vier Metern Richtung Tor gedroschen hatte, rettete der 23-Jährige den Breisgauern mit seiner Glanzparade in der dritten Minute der Nachspielzeit den 2:1 (1:0)-Erfolg im Spitzenspiel der Zweiten Liga. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

"Ich freue mich, dass ich uns als Mannschaft den Sieg schenken konnte", meinte Schwolow.

Teams trotzen dem starkem Schneefall

Vincenzo Grifo (10.) und Florian Niederlechner (68.) beendeten mit ihren Treffern die Leipziger Serie von zuletzt drei Erfolgen. Dennoch liegt der Tabellenführer, für den Dominik Kaiser (56.) traf, noch sechs Punkte vor dem drittplatzierten 1. FC Nürnberg. Ein Sieg im direkten Duell mit den Franken in zwei Wochen - und der Sekt darf kalt gestellt werden.

Für den Sport-Club gilt das trotz des Erfolgs freilich nicht. Zwar liegt der Aufstiegsfavorit weiter drei Punkte vor Nürnberg - der Club aber hat seit 15 Partien nicht mehr verloren und übt seit Wochen Druck auf die Breisgauer aus. (DATENCENTER: Tabelle)

23.500 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion hatten trotz starken Schneefalls, der kurz vor Anpfiff eingesetzt und sogar zu einer dreiminütigen Unterbrechung geführt hatte, eine von Beginn an unterhaltsame Partie geboten. Zwar begünstigte hin und wieder auch der Zufall Torchancen, insgesamt aber zeigten die Kontrahenten, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Compper patzt 

Beide Teams seien mit den Bedingungen gut umgegangen, "aber die Freiburger sind öfter durchgekommen", räumte RB-Kapitän Kaiser bei SPORT1 ein.

Das erste Mal allerdings mit Leipziger Hilfe. Nach einem Annahmefehler von Marvin Compper sorgte Grifo für das 1:0. "Das passiert einfach", sagte SCF-Coach Christian Streich und nahm den Gegenspieler in Schutz. "Aber wie wir das weiter spielen, ist schon sehr gut." (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Führung spielte den Freiburgern deutlich in die Karten, der Auftritt war fortan noch entschlossener und offensiver. Erst nach einer knappen halben Stunde verringerten sie ihr hohes Anfangstempo, wodurch die Leipziger nun wieder besser ins Spiel fanden.

Poulsen gefährlich - aber erfolglos

Vor allem der dänische Nationalspieler Yussuf Poulsen strahlte aufseiten der Leipziger immer wieder Gefahr aus. Der 21-Jährige sah in der fairen Begegnung auch die erste Gelbe Karte (39.), als er unglücklich in den Oberkörper von Freiburgs Amir Abrashi krachte. Poulsen fehlt den Bullen damit im kommenden Spiel am Sonntag gegen 1860 München.

Nach dem Seitenwechsel reichte die Qualität des Spiels nur noch selten an die der ersten 45 Minuten heran. Abspielfehler häuften sich, lange Bälle waren vermehrt das probate Mittel. Auf diese Weise entwickelte sich auch Leipzigs Chance, die Kaiser souverän zum Ausgleich nutzte.

Petersen legt nach 24 Sekunden auf

Die Gäste waren in dieser Phase das bessere Team, und sie drängten energisch auf die Vorentscheidung.

Etwas überraschend erzielte Niederlechner dann auf der anderen Seite die erneute Führung auf Vorarbeit von Nils Petersen, der nur 24 Sekunden zuvor eingewechselt worden war.

Leipzig erhöhte erneut den Druck, scheiterte allerdings an Schwolow.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel