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SPORT1-Kolumnist glaubt, dass die Rückschläge für RB Leipzig um Ran Khedira im Aufstiegsrennen keine nachhaltigen Spuren hinterlassen werden © SPORT1-Grafik / Getty Images

München - In seiner SPORT1-Kolumne analysiert Christian Beeck Leipzigs jüngste Dämpfer im Aufstiegskampf. Coach Ralf Rangnick dürfte etwas ändern, die RB-Fans beruhigt Beeck aber.

Hallo Zweitliga-Freunde,

es scheint so, als ginge bei RB Leipzig das Nervenflattern los. Auf jeden Fall konnten sie zuletzt nicht punkten gegen Freiburg und Nürnberg, also gegen die Top-Teams der Liga. Das kommt für mich überraschend, weil sie vorher einen richtig guten Lauf hatten und die Gegner auch spielerisch mit einer enormen Intensität beherrschten.

Nun kamen zwei Teams daher, die körperlich dagegenhalten konnten und fußballerisch auch einiges zu bieten hatten. Und so kann man gegen Leipzig dann auch gewinnen.

RB-Coach Ralf Rangnick wird das erkannt haben und sich denken: "Nanu, wir scheinen doch noch ein kleines Problem zu kriegen." Allerdings kommen jetzt auch wieder Vereine von kleinerem Kaliber. Gegen diese musst du die Punkte für den Aufstieg holen.

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Aber Vorsicht, liebe Leipziger! Die zwei Niederlagen waren ein Zeichen, dass von der Umsetzung der Qualität noch etwas fehlt. Die Mannschaft hat noch einen harten Weg vor sich. Das Team ist noch sehr jung, und in beiden Spielen hat von der Körpersprache her die letzte Konsequenz gefehlt.

Das sah alles schön aus, ist vom Fußballerischen auch sehr sauber - aber um die Big Points zu machen, musst du eine leidenschaftliche Brutalität an den Tag legen. Die hat zuletzt gefehlt.

Die Ansprache und auch die Trainingsintensität werden sich nun ändern. Und die Aufmerksamkeit zum Spiel sollte wieder steigen, damit die Jungs wieder leistungs- und durchsetzungsfähiger werden.

Ich kann die RB-Fans aber beruhigen. Leipzig wird es am Ende schaffen und in die Erste Liga aufsteigen. Vielleicht kamen die zwei RB-Kratzer zur rechten Zeit: Aus Niederlagen lernt man, und es ist wichtig zu sehen, dass nicht alles von selbst läuft.

Da hat es der 1. FC Nürnberg jetzt schwerer mit seinem unfassbaren Lauf. Mechanismen können sich nämlich verselbstständigen, die Wachheit kann dadurch plötzlich fehlen, und man verliert am Ende die nötigen Punkte für den Aufstieg. Das kann dem Club eher passieren als den Leipzigern. 

Bis zum nächsten Mal,

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck auch in dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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