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Der 1. FC Kaiserslautern hat kein Verständnis für die Anfeindungen einiger Chaoten. Die Pfälzer verurteilen die Plakate gegen Ex-Spieler Willi Orban und RB Leipzig.

Der 1. FC Kaiserslautern hat das Verhalten der eigenen Anhänger im Heimspiel gegen RB Leipzig scharf verurteilt. Die Fans hatten vor allem Ex-Spieler Willi Orban angefeindet.

"Der FCK distanziert sich in aller Deutlichkeit von jeglichen Transparenten, auf denen Personen beleidigt, herabgewürdigt oder auf irgendeine Art und Weise diffamiert werden und möchte sich bei den betroffenen Personen in aller Form entschuldigen", hieß es in einer offiziellen Vereinsmitteilung.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Gries kündigte eine intensive Aufarbeitung der Vorfälle an.

"Es geht hier nicht darum, welche Spieler oder Vereine unsere Fans mögen oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob man den Wechsel eines Spielers gut oder nicht gut findet. Hier gestehen wir jedem Fan seine eigene Meinung zu. Wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung allerdings missbraucht wird, um Personen auf respekt- und geschmacklose Art und Weise zu beschimpfen, dann können wir das nicht mehr tolerieren. Wir werden die Vorfälle intensiv aufarbeiten", sagte Gries.

Rangnick und Neururer geschockt

Zuvor hatten sich bereits Leipzigs Trainer Ralf Rangnick und SPORT1-Experte Peter Neururer von den Anfeindungen geschockt gezeigt.

"Das war eine neue Dimension der Geschmacklosigkeit, die ich noch nicht erlebt habe", wetterte Rangnick bereits nach dem Spiel. "Der Spieler hat hier seit seinem fünften Lebensjahr 18 Jahre lang für diesen Verein die Knochen hingehalten. Wenn das dann der Dank dafür ist, fällt mir dazu nichts mehr ein".

"Das ist ein Skandal, da kriege ich das Erbrechen. So geht man mit keinem Menschen um", polterte auch Neururer: "Ich schäme mich dafür, dass wir solche Bilder senden müssen. Das ist eine Schande."

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes kündigte bereits Ermittlungen an.

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