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Der FSV Frankfurt hat nach der Entlassung von Thomas Oral einen neuen Trainer: Falko Götz soll die Hessen vor dem Abstieg aus der Zweiten Liga retten.

Der frühere Bundesliga-Trainer Falko Götz soll den Zweitligisten FSV Frankfurt vor dem Abstieg bewahren. 

Nur einen Tag nach der Entlassung des erfolglosen Tomas Oral (42) präsentierten die Bornheimer ihren vermeintlichen "Retter" - für den 54-Jährigen, der als Profi mehrmals DDR-Meister und sogar UEFA-Cup-Sieger wurde, bedeutet der Vertrag bis zum Saisonende die Chance auf die Rückkehr in den Profi-Fußball.

 "Mein Fokus liegt voll auf dem FSV. Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen", sagte Götz, der zuletzt den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken trainiert hatte und "heiß" auf die Aufgabe bei den Hessen sei.

Vietnam, Aue, Saarbrücken

In Saarbrücken war Götz im März etwas überraschend zurückgetreten. In der Bundesliga coachte der 54-Jährige Hertha BSC und 1860 München, ehe er 2008 beim Drittligisten Holstein Kiel anheuerte.

Im Norden stolperte der Ex-Profi aber über eine Tätlichkeit gegen einen seiner Spieler und wurde fristlos entlassen. Über ein (kurzen) Umweg beim vietnamesischen Verband und beim Zweitligisten Erzgebirge Aue landete Götz dann in Saarbrücken.

Oral, der ab der kommenden Saison die Mannschaft des Karlsruher SC übernimmt, war nach sieben Spielen ohne Sieg entlassen worden.

Am Samstag hatten die Bornheimer 1:4 beim VfL Bochum verloren. "Eine Trainerentlassung ist immer eine unangenehme Aufgabe. Mit der Vorstellung eines neuen Trainers verbindet man dann die Hoffnung, in besseres Fahrwasser zu kommen", sagte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger.

Fünf Spieltage vor dem Saisonende befindet sich Frankfurt in akuter Gefahr, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch fünf Zähler. Vor der Partie in Bochum hatte Krüger daher bereits verraten, dass der Verein "für den Fall der Fälle gerüstet sei" und er "natürlich einen Plan B" habe.

Götz glaubt an FSV

Der neue Coach strotzte am Montag vor Tatendrang. "Die Mannschaft ist stark genug, um in der Liga zu bleiben", sagte Götz. Viel Zeit gebe es jedoch nicht, "schnelle Lösungen" müssten gefunden werden.

Dass dies mit einer Veränderung kurz vor dem Saisonende eintreten kann, hatte in der Vorsaison ausgerechnet Oral bewiesen. Der gebürtige Bayer hatte vor dem letzten Spieltag Benno Möhlmann beerbt und seine Mannschaft mit einem 3:2-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf im Bundesliga-Unterhaus gehalten. Oral hatte den FSV bereits von 2006 bis 2009 trainiert und das Team vom Bornheimer Hang von der 4. in die 2. Liga geführt.

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