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Der FSV Frankfurt trennt sich nach der Talfahrt von Trainer Thomas Oral. Falko Götz wird Nachfolger bei den Hessen. Geschäftsführer Krüger begründet bei SPORT1 die Entlassung.

Der abstiegsbedrohte FSV Frankfurt hat die Reißleine gezogen und nach sieben Spielen ohne Sieg seinen Trainer Tomas Oral entlassen.

Das teilten die Bornheimer einen Tag nach der bitteren 1:4-Niederlage beim VfL Bochum mit.

"Wir haben diese Entscheidung nach einer eingehenden, gründlichen Analyse getroffen", erklärte Geschäftsführer Clemens Krüger bei SPORT1.

Sein Nachfolger steht schon fest. Nach SPORT1-Informationen wird Falko Götz am Montag vorgestellt. Der 54-Jährige war zuletzt Trainer bei Regionallligist 1. FC Saarbrücken. Dort trat er jedoch am 2. März überraschend von seinem Amt als Cheftrainer zurück.

Oral hatte sich bereits mit dem Ligakonkurrenten Karlsruher SC über eine Zusammenarbeit ab der neuen Saison bis 2019 geeinigt. Die Regenerationseinheit am Sonntag wurde bereits von Co-Trainer Bernd Winter geleitet.

Die Frankfurter kündigten derweil für den Montag (10.00 Uhr) eine Pressekonferenz an, auf der "ausführlich über den Trainerwechsel" informiert werden soll.

Götz als Nachfolger für Oral im Gespräch

Als Nachfolger für Oral (42) ist der frühere Bundesliga-Coach Falko Götz im Gespräch. Krüger wollte bei SPORT1 keine Namen kommentieren, umriss aber das Profil des neuen Trainers.

"Er muss frischen Wind reinbringen, muss alle Spieler hinter sich bringen und eine Aufbruchstimmung erzeugen", forderte er: "Außerdem muss er Erfahrung mit solchen Situationen haben und sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen."

Fünf Spieltage vor dem Saisonende befindet sich Frankfurt in akuter Gefahr, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch fünf Zähler. (Tabelle der Zweiten Liga)

Vor der Partie in Bochum hatte Krüger daher bereits verraten, dass der Verein "für den Fall der Fälle gerüstet sei" und er "natürlich einen Plan B" habe.

Dieser soll Götz sein. Der 54-Jährige war Anfang März als Trainer des Regionalligisten 1. FC Saarbrücken zurückgetreten. Er soll bis zum Saisonende an den Main wechseln und bleiben, falls der Klassenerhalt gelingen sollte.

Dass dies mit einer Veränderung kurz vor dem Saisonende eintreten kann, hatte in der Vorsaison ausgerechnet Oral bewiesen.

Der gebürtige Bayer hatte vor dem letzten Spieltag Benno Möhlmann beerbt und seine Mannschaft mit einem 3:2-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf im Bundesliga-Unterhaus gehalten.

"Er hat in den letzten Jahres vieles gut und richtig gemacht, mit dem Sieg in Düsseldorf letzte Saison großen Anteil am Klassenerhalt und auch eine gute Hinrunde hingelegt", meinte Geschäftsführer Krüger: "Aktuell ist der Trend aber leider sehr negativ."

Oral hatte den FSV bereits von 2006 bis 2009 trainiert und das Team vom Bornheimer Hang von der 4. in die 2. Liga geführt.

Oral geht zum KSC

Am 5. März hatte der FSV den Abschied des Fußballlehrers am Saisonende verkündet. Der 42-Jährige hatte das offerierte Vertragsangebot des FSV nicht akzeptiert.

Wenig später war seine Verpflichtung durch den KSC ab der neuen Spielzeit bereits bekannt gegeben worden. Die Trennung von Oral bedeutete den zehnten Trainerwechsel in der laufenden Zweitliga-Saison.

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