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Willi Orban wechselte im Sommer von Kaiserslautern nach Leipzig
Willi Orban wechselte im Sommer von Kaiserslautern nach Leipzig © Getty Images

Leipzigs Verteidiger kritisiert nach den Anfeindungen gegen ihn die Klub-Verantwortlichen. Die Fans seines Ex-Klubs hätten "eindeutig Grenzen überschritten".

Willi Orban hat die Verantwortlichen der deutschen Profi-Klubs in die Kritik genommen. Der Innenverteidiger von RB Leipzig bemängelte das fehlende Einschreiten gegen Problem-Fans.

"Ich glaube, dass Ultras in ein paar Vereinen zu viel Einfluss haben. Bei fast allen Handlungen steht die Außendarstellung bei den eigenen Fans oftmals im Vordergrund", sagte der 23-Jährige der Bild. "Den Klub-Verantwortlichen fehlen dann teilweise die Eier, um auch mal Stopp zu sagen, Regeln aufzustellen und einzuhalten.

Orban war beim Gastspiel bei seinem Ex-Verein Kaiserslautern böse angefeindet worden.

"Ich war enttäuscht. So kannte ich die FCK-Fans noch nicht", kritisierte er. "Da sind von den 100-150 Personen eindeutig Grenzen überschritten worden. Tradition ist nicht der Deckmantel für Diskriminierung und Fehlverhalten."

Es habe sich noch kein Verantwortlicher des FCK bei ihm entschuldigt, sagte Orban, der im Sommer nach 18 Jahren beim pfälzischen Traditionsklubs zum neureichen Emporkömmling nach Sachsen gewechselt war. Der Verein müsse zudem klären, wie die Plakate, von denen eines Orban sogar im Fadenkreuz zeigte, ins Stadion gekommen seien.

An eine Anzeige denkt Orban jedoch nicht: "Das ist nicht mein Anliegen. Der Kontrollausschuss des DFB ermittelt. Das sollte Zeichen genug sein."

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