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Leipzigs Stürmer Davie Selke (l.) und Yussuf Poulsen legten sich in Düsseldorf gegenseitig Tore auf © SPORT1

Düsseldorf und München - Leipzig dreht einen Rückstand in Düsseldorf dank Yussuf Poulsen und Davie Selke. Dabei sind sie eigentlich Konkurrenten. Bei SPORT1 erklären sie ihr Erfolgs-Geheimnis.

Nachdem sich Davie Selke von Teamkollege Stefan Ilsanker die Wasser-Dusche abgeholt hatte, stapfte der Stürmer von RB Leipzig direkt weiter.

Er ging auf Yussuf Poulsen zu. Klatschte ihn ab. Umarmte ihn. Dabei feierten sie nicht nur den 3:1 (1:1)-Sieg der Sachsen bei Fortuna Düsseldorf und den damit verbundenen "großen Schritt" Richtung Aufstieg, wie ihn der Däne einstufte. RB hat nun sechs Punkte Vorsprung auf den Dritten aus Nürnberg. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Vielmehr ging es um ihre eigene Leistung. Die, die sie zu den Matchwinnern der Partie machte.

Nach dem Tor folgt das Tänzchen

Erst glich Poulsen kurz vor der Pause den 0:1-Rückstand aus, ehe Selke mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung zum zweiten Abschnitt den Führungstreffer markierte. Auf Vorarbeit von Poulsen.

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"Yussi kennt meine Laufwege, er spielt ihn überragend rein. Ich bin froh, dass ich noch drangekommen bin", analysierte Selke seinen zehnten Saisontreffer bei SPORT1, auf den ein kurioses, einstudiertes Tänzchen folgte.

Wenig später revanchierte sich der U21-Nationalspieler, indem er eine Ecke verlängerte und somit das 3:1 durch den Dänen (73.) auflegte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Rangnick: Viel besser geht es nicht

Ein großes Lob gab es für das Zusammenspiel von Ralf Rangnick. "Es ist großartig", sagte der RB-Coach bei SPORT1. "Bis jetzt war es ja so: Wenn sie zusammengespielt haben, hatte man immer wieder den Eindruck, dass sie sich zu ähnlich sind. Diesmal haben sie gezeigt, dass es hervorragend funktionieren kann miteinander."

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Ausschlaggebend dafür sei gewesen, dass Poulsen "immer wieder klasse ausgewichen ist auf den Flügel wie bei dem Tor. Er hat sich fallen lassen auf die Zehn, und Davie war genau da, wo ein Torjäger in so einer Situation sein muss. Er ist voll durchgelaufen, war vor dem Gegner zentral am Ball. Viel besser kann man so ein Tor nicht herausspielen."

Selke erklärt die Harmonie

So viel adelnde Worte für zwei Spieler, die eigentlich beide auf der Position des Mittelstürmers beheimatet sind und daher Konkurrenten sind.

Warum es dennoch so gut funktioniert? "Es ist ein Riesen-Vorteil, dass wir uns jenseits des Platzes sehr gut verstehen", erklärte Selke.

Dazu führte er seinen Treffer bei der 1:3-Niederlage drei Wochen zuvor in Nürnberg als Beispiel an, als Poulsen frei Schussbahn hatte, dennoch für seinen Teamkollegen auflegte: "Das war so uneigennützig von Yussi. Deswegen bin ich froh, dass ich ihm auch mal einen auflegen konnte."

Und dass sie anschließend wieder gemeinsam tanzen konnten.

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