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© SPORT1 / Getty Images / Philipp Heinemann

München - Die Zweite Liga steht vor einem der spannendsten Saisonfinals der letzten Jahre. SPORT1-Experte Peter Neururer legt sich mit seinen Tipps auf die Absteiger fest.

Nur noch zwei Spieltage stehen in der Zweiten Liga auf dem Plan. Doch noch ist überhaupt nicht abzusehen, wer nach dieser Saison den bitteren Gang in Liga drei antreten muss. 

Fünf Teams sind vor den letzten 180 Minuten gefährdet: 1860 München als Tabellen-14., der Fünfzehnte Fortuna Düsseldorf, der FSV Frankfurt als Drittletzter, der Vorletzte MSV Duisburg und Schlusslicht SC Paderborn. Nervenkitzel pur.

SPORT1-Kolumnist Christian Beeck verglich die Situation im Tabellenkeller zuletzt sogar mit der Champions League.

Auch SPORT1-Experte Peter Neururer sieht ein Herzschlagfinale im Kampf um den Klassenerhalt - und tippt für SPORT1 die beiden letzten Spieltage. 

Löwen können sich selbst retten

1860 hat der Trainerwechsel gut getan. Zwei Spiele unter Daniel Bierofka - zwei Siege. Platz 14. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Paderborn könnten sich die Löwen - bei entsprechenden Resultaten der anderen "Endspiele" - schon vorzeitig retten.

"Bei den Sechzigern ist es immer ein Auf und Ab und ein regelmäßiges Aufflackern. Daniel Bierofka hat aber nochmal für die richtige Stimmung gesorgt zur richtigen Zeit", sagt Neururer im Gespräch mit SPORT1. "Im eigenen Stadion können die Sechziger gegen Paderborn mit einem Sieg vor einer tollen Kulisse alles klar machen und sich retten." Doch Neururer ist dennoch vorsichtig: "Ich traue der Sache nicht so ganz. Dieses Auf und Ab gab es in München schon öfter."

Peter Neururers Tipps des 33. Spieltags und die sich ergebende Tabelle © SPORT1

Neururer glaubt an Fortuna

Fortuna Düsseldorf als Tabellen-15. hat weiter die Chance, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Und Neururer ist guter Dinge, dass dies auch gelingen wird.

"Ein Trainer ist immer abhängig von dem Material an Spielern, das er hat. Da hat Friedhelm Funkel bei Fortuna Düsseldorf das Beste aus der Situation rausgeholt", sagt er und fügt hinzu: "Das erste Spiel wurde gleich gewonnen, auch gegen Leipzig war es in der ersten Halbzeit eine fußballerische Leistung, die nicht für einen Abstiegskandidaten steht." Die Düsseldorfer seien "auf Augenhöhe mit RB gewesen, "von daher hatte Funkel da schon viel bewirkt. Es wird natürlich schwer, aber ich bin davon überzeugt, dass die Fortuna es dank Friedhelm schaffen wird."  

MSV-Kraftakt wird nicht belohnt

Wieder hoffen dürfen die Duisburger. Erstaunlicherweise, war das Team von Trainer Ilia Gruev in den vergangenen Monaten stets Tabellenletzter und galt für viele Experten als sicherer Absteiger. Doch durch drei Siege in den letzten vier Spielen (beim 1. FC Nürnberg sowie zu Hause gegen 1860 München und Fortuna Düsseldorf) ist der MSV wieder im Geschäft.

Neururer lobt das Team: "Die Duisburger haben sich von vornherein nie aufgegeben, auch in den ganz schwierigen Phasen. Das spricht für den MSV und den tollen Charakter dieser Mannschaft." Und weiter: "Sie waren die Abgeschriebensten schlechthin, aber sie sind immer wieder aufgestanden. Klasse, dass sie wieder rangekommen sind und jetzt noch hoffen können."

Doch leicht wird es nicht, weiß Neururer, der trotz seiner Zuneigung den "Zebras" nur noch einen Punkt in den letzten beiden Spielen zutraut - zu wenig, um die Klasse zu halten.

Peter Neururers Tipps des 34. Spieltags und die sich ergebende Tabelle © SPORT1

Schlechtester Trend für FSV Frankfurt

Auch den Frankfurtern traut er den Klassenerhalt nicht zu. "Ganz problematisch wird es für den FSV Frankfurt aufgrund der Konstellation der beiden letzten Spieltage", sagt Neururer. "Das große Problem der Frankfurter ist es, dass sie einfach den schlechtesten Trend von allen Abstiegskandidaten haben." Und der geht weiter, tippt Neururer. Ein Punkt aus den letzten beiden Spieltagen würde Rang 17 bedeuten.

Den SC Paderborn sieht Neururer in der kommenden Saison ebenfalls nicht mehr in der Zweiten Liga. "Die Paderborner haben in dieser Saison so viele Fehler gemacht wie man normalerweise in drei Jahren zusammen nicht machen kann. Die fußballerisch logische Konsequenz kann daher nur sein, dass sie absteigen."

Aber erst in der Relegation. Denn Neururers Tipps zufolge, landet der SCP auf Platz 16.

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