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Matchwinner Robert Zulj (2. v.r.) kam 2014 von Red Bull Salzburg zu Greuther Fürth © imago

Fürth - Durch einen verdienten Heimsieg gegen 1860 München startet Greuther Fürth erfolgreich in die neue Saison. Bei den neuformierten Löwen fehlen noch deutlich die Automatismen.

Zweitligist Greuther Fürth hat gleich zum Saison-Auftakt im Südderby 1860 München einen Dämpfer verpasst.

(Highlights in Hattrick - die 2. Liga ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck gewann 1:0 (1:0) gegen die runderneuerten und ambitionierten Löwen, die sieben Neuzugänge in ihrer Startelf hatten. Robert Zulj (45.) erzielte das Tor des Tages für die Gastgeber. (Ergebnisse und Spielplan)

Runjaic: "Müssen uns einspielen"

"Es ist weder ein Fehlstart, noch ein Neustart. Wir haben einen Umbruch vollzogen, haben einen Kader mit Qualität, aber wir müssen uns einspielen, mehr miteinander reden", sagte 1860-Coach Kosta Runjaic zu SPORT1.

"Das Tor fällt zu einem unglücklichen Zeitpunkt, wir dürfen uns aber auch nicht beklagen, wenn wir in der zweiten Halbzeit noch das eine oder andere Tor kassieren. Der Treffer darf nicht fallen, das hat auch etwas mit Körpersprache zu tun. Wir hatten vor der Pause einen kleinen Hänger und sind bestraft worden."

Der neue Sportchef der Löwen, Thomas Eichin, meinte bei SPORT1: "Es war klar, dass es eine schwierige Aufgabe wird. Die erste halbe Stunde haben wir es gut gemacht, vor der Pause aber nachgelassen und das Tor kassiert. Es war dann Verunsicherung zu spüren und wir konnten so das Spiel nicht mehr drehen."

Vor 13.205 Zuschauern spielte sich das Geschehen in der ersten Hälfte weitestgehend im Mittelfeld ab, offensive Höhepunkte waren Mangelware. Die Gäste unter Neu-Trainer Kosta Runjaic hatten zu Beginn mehr vom Spiel. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Olic deutet Torgefahr an

Neuzugang Ivica Olic deutete in der 14. Spielminute mit dem ersten Abschluss Torgefahr an, eingreifen musste Fürths neuer Torhüter Balázs Megyeri allerdings erst bei einem Distanzschuss von Daniel Adlung (35.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Aigner realistisch

"Wir haben gewusst, dass wir ein neu zusammengewürfelter Haufen sind und dass deshalb nicht gleich alles auf Anhieb klappt", sagte 1860-Kapitän und Rückkehrer Stefan Aigner am SPORT1-Mikrofon.

"In den Zweikämpfen waren wir gut, haben auch gut nach vorne gespielt, keine Hochkaräter herausgespielt. Aber man hat schon gesehen, dass Potential vorhanden ist."

Und weiter: "Wir dürfen nicht vergessen, wie lange wir erst zusammen trainieren, sind aber eine Mannschaft, die guten Fußball spielen kann."

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Die Gastgeber taten sich gegen kompakt stehende Münchner lange schwer, kamen kurz vor der Halbzeitpause aber besser ins Spiel. Münchens Keeper Jan Zimmermann parierte zunächst gegen Sebastian Freis (38.) und Jurgen Gjasula (40.), beim Tor durch Zulj wurde der 31-Jährige unglücklich getunnelt (45.). 

Zulj: "Haben alles reingeworfen"

"Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung, wir haben alles reingeworfen", sagte Torschütze Zulj zu SPORT1. "Toll auch, dass so viele Zuschauer im Stadion waren."

Auch sein Trainer, Stefan Ruthenbeck, war bei SPORT1 zufrieden: "In der zweiten Halbzeit ist viel aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben, aber nicht mehr und auch nicht weniger. Meine Mannschaft war heute einen Tick gieriger, auch wie wir in den letzten Minuten gekämpft haben."

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie unterhaltsamer und mit mehr Strafraumszenen. Olic hatte die beste Chance für die Löwen, Megyeri parierte aber stark (52.).

Auf der Gegenseite vergab Freis freistehend (55.). Fürth diktierte nun das Spielgeschehen, verpasste aber in Person von Veton Berisha (74.) und Joker Zlatko Tripic (79.) fahrlässig die Vorentscheidung.  

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