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Jos Luhukay
Nach dem Auftaktsieg kassiert Jos Luhukay mit dem VfB Stuttgart die erste Saisonniederlage © Getty Images

Düsseldorf - Der VfB Stuttgart kassiert nach dem Auftakterfolg in Düsseldorf eine bittere Niederlage. Eine knifflige Entscheidung in der Nachspielzeit sorgt für Diskussionen.

Topfavorit VfB Stuttgart hat erstmals in dieser Saison Federn lassen müssen.

Nach der 0:1 (0:0)-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf sorgten zwei strittige Entscheidungen von Schiedsrichter Benjamin Cortus für Gesprächsstoff. (Ergebnisse und Spielplan)

Dem von Ihlas Bebou zum Düsseldorfer Siegtreffer (53.) verwandelten Elfmeter war ein vermeintliches Foul von Stephen Sama an Fortuna-Kapitän Oliver Fink vorausgegangen.

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"Das ist natürlich eine harte Entscheidung", urteilte VfB-Trainer Jos Luhukay bei SPORT1. Und sein Düsseldorfer Kollege Friedhelm Funkel fügte am SPORT1-Mikrofon hinzu: "Den kann man geben, muss man nicht geben."

Funkel: "Hatten Glück"

In der Nachspielzeit wurde schließlich VfB-Stürmer Simon Terodde im Strafraum elfmeterreif von den Beinen geholt, ein Pfiff des Schiedsrichters blieb jedoch aus.

"Die Szene kurz vor Schluss zwischen Madlung und Terodde war genau die gleiche Situation. Den kann man auch geben und da dürfen wir uns nicht beschweren, wenn er gegeben wird. Da hatten wir viel Glück, dass er ihn nicht gegeben hat", räumte Funkel hinterher ein.

Luhukay sah es ähnlich. "Natürlich kann man auch über die letzte Szene, in der Simon nicht zum Abschluss kommt, über eine Elfmeter sprechen. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden und ich werde nicht darüber jammern", sagte der Niederländer.

Während der VfB den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga verpasste, kletterte die Fortuna mit nun mit vier Punkten zumindest bis Samstag auf Platz eins. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Hosogai verletzt raus

Die Gäste mussten bereits in der elften Minute Hajime Hosogai ersetzen, der sich offenbar ohne gegnerische Einwirkung eine Muskelverletzung zugezogen hatte. Für den Japaner brachte der neue VfB-Trainer Jos Luhukay in der Defensive Matthias Zimmermann.

Von diesem frühen Wechsel ließ sich der VfB aber zunächst nicht aus dem Konzept bringen und bestimmte vor 37.173 Zuschauern das Geschehen. Nach einer guten Viertelstunde vergab Jean Zimmer die mögliche Führung für Stuttgart.

VfB mehrfach im Glück

Düsseldorf hatte durch Ihlas Bebou (29.) und Alexander Madlung, der in der 37. Minute nur den Pfosten traf, aber ebenfalls zwei hervorragende Möglichkeiten. Fortuna trat nach und nach selbstbewusster auf und stellte Stuttgart vor das ein oder andere Problem. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Nach der Führung der Fortuna fiel dem VfB, der zum Saisonstart mit Ach und Krach 2:1 gegen den FC St. Pauli gewonnen hatte, nicht mehr allzuviel ein.

Die Mannschaft von Luhukay, der mal beim 1. FC Köln als Assistent des akuellen Fortuna-Trainers Friedhelm Funkel gearbeitet hat, hatte allerdings durch Neuzugang Simon Terodde in der 75. Minute noch eine Riesenchance zum Ausgleich. Fink hatte für die Fortuna zuvor in der 70. Minute den zweiten Treffer auf dem Fuß.

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