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Eintracht Braunschweig schießt den 1.FC Nürnberg mit einem Sechserpack in die Krise © Imago

Braunschweig - Eintracht Braunschweig setzt seinen Höhenflug zum Saisonstart fort und schlägt den 1. FC Nürnberg deutlich. In dieser Form ist die Eintracht ein Aufstiegskandidat.

Der Fehlstart des 1. FC Nürnberg ist perfekt, Eintracht Braunschweig hat dagegen den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Liga geschafft: Die Löwen setzten mit einem beeindruckenden 6:1 (2:1) gegen einen enttäuschenden Club ihren Siegeszug auch am dritten Spieltag fort.

Die in der 2. Halbzeit desolaten Nürnberger warten indes unter ihrem neuen Trainer Alois Schwartz weiter auf das erste Erfolgserlebnis in der Liga. Mit nur zwei Punkten stecken die Franken in einer Krise. (Tabelle der Zweiten Liga)

"35-40 Minuten haben wir gut gespielt", sagte Nürnbergs Trainer Alois Schwartz zu SPORT1. "Ich habe keine Erklärung, warum wir uns so abschlachten lassen. Sechs Tore sind sehr bitter."

Schwartz: "Müssen Geduld haben"

Der Unmut dürfte daher jetzt "auch zurecht geäußert werden", so der Coach. "Wir müssen Geduld haben, Geduld ist wichtig." Geduld allerdings ist in Nürnberg ein Fremdwort. Schwartz dürfte froh sein, dass jetzt die Länderspielpause ansteht. Erste leise Kritik an seiner Person kommt schon auf.

FCN-Kapitän Miso Brecko sagte am SPORT1-Mikrofon: "Wir haben 40 Minuten super gespielt, dann war es eine Katastrophe. Wir können uns nur entschuldigen, am Ende war es beschämend."

Der 32-Jährige sprach von einem "kompletten Fehlstart". 

Und wohlwissend, was nach so einem Fehlstart schnell entsteht, meinte Brecko gleich mal: "Eine Trainerdebatte bringt nichts, wir müssen uns jeder an die eigene Nase fassen." Man dürfe sich "nicht so abschlachten lassen", ergänzte Nürnbergs Mittelfeldspieler Enis Alushi bei SPORT1.

Führung für Nürnberg reicht nicht

Dabei brachte Guido Burgstaller den FCN in der 8. Minute mit seinem zweiten Saisontor noch in Führung. Im Liegen traf der Österreicher per Kopf. (Statistiken zum Spiel)

Alle Tore und Highlights im Hattrick - die 2. Liga am Sonntag ab 19.00 Uhr bei SPORT1

Der Treffer zeigte Wirkung bei der Eintracht. Der Club hatte vor 20.840 Zuschauern scheinbar alles im Griff - bis zum Ausgleich durch Domi Kumbela (43.) nach einer Ecke.

Saulo Decarli drehte in der Nachspielzeit (45.+2) überraschend sogar noch das Spiel. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Schwarzer Nachmittag

Nürnberg wirkte geschockt. Decarli legte für die Eintracht, die das Pokalaus in Würzburg gut weggesteckt hat, in der 55. Minute nach - erneut nach einer von Nik Omladic ausgeführten Standardsituation. (Ergebnisse und Spielplan) 

Ein Eigentor von Dave Bulthuis (64.) sowie Treffer des sehr starken Omladic (87.) und von Christoffer Nyman (88.) rundeten einen schwarzen Nachmittag für Nürnberg ab.

Für den Club war es die Fortsetzung seiner schwarzen Serie in Braunschweig. In einem Ligaspiel hatte es zuletzt vor 48 Jahren im Oktober 1968 zu einem Sieg gereicht.

Und was sagte der Sieger? Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht war bei SPORT1 natürlich happy und meinte: "Wir sind nach dem 0:1 zurückgekommen, das hat mich stolz gemacht. Die Tabellensituation ist ein schöner Moment. Nach der Länderspielpause müssen wir schauen wo die Reise hingeht."

 

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