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Tobias Werner wechselte in der Sommerpause vom FC Augsburg zum VfB Stuttgart.
Tobias Werner wechselte in der Sommerpause vom FC Augsburg zum VfB Stuttgart. © Getty Images

Stuttgarts Neuzugang Tobias Werner äußert sich erstmals zu seinem privaten Drama. Dabei findet er auch für seine neuen Teamkameraden anerkennende Worte.

Tobias Werner von Zweitligist VfB Stuttgart hat erstmals über den tragischen Tod seines Sohnes gesprochen.

"Es waren privat die dunkelsten Wochen in meinem Leben", sagte der 31-Jährige im Gespräch mit mehreren Medienvertretern in Stuttgart, "die Trauer um meinen Sohn ist nicht in Worte zu fassen." 

Vor knapp drei Wochen war der Sohn des ehemaligen Augsburgers tot geboren worden. 

Nach seinem Wechsel zum VfB wurde Werner gleich von mehreren Schicksalsschlägen getroffen: "Nicht nur mein Sohn, auch meine Oma und mein Hund sind gestorben", sagte der Offensivspieler am Dienstag. "Der Tod meines Sohns stand natürlich über allem." 

VfB-Team sendet Botschaft an Werner

Die Schwangerschaft sei perfekt verlaufen, berichtete Werner. "Ich bin froh, dass meine Frau unbeschadet raus gekommen ist", sagte er. Zur Todesursache seines Sohnes wollte er sich nicht äußern. 

Bei der Trauerverarbeitung hätten ihm seine beiden Töchter enorm geholfen. "Sie haben mich schon am zweiten Tag zum Lachen gebracht", sagte Werner, "sie sind zauberhaft."

Auch seine neuen Mannschaftskollegen hätten ihm ein "fantastisches Video" gesendet. "Es gibt auch viele Väter in der Mannschaft", sagte der 31-Jährige, der erst zu dieser Saison zum VfB Stuttgart gewechselt war, "da redet man natürlich darüber." Er sei froh, wieder hier zu sein und "dass in der Kabine viel gelacht wird".

Der fußballerische Alltag diene ihm als Ablenkung: "In ruhigen Momenten knabbert man viel mehr dran, als wenn was los ist." Seit einiger Zeit nimmt Werner bereits wieder am Training mit. Der offensive Linksaußen betont, dass er kein Problem damit habe, "Leistung zu bringen".

Beim nächsten Ligaduell mit dem SV Sandhausen könnte er zum ersten Mal in der Startelf stehen. 

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