vergrößernverkleinern
Sebastian Schuppan (M.) unterliefen wie zuletzt Karim Haggui zwei Eigentore in einem Spiel © dpa Picture-Alliance

Bielefeld - Bielefeld dominiert gegen Hannover 96, verspielt aber erneut eine klare Führung. Die Gäste kämpfen sich spät zurück - ein Armine wird zum Unglücksraben.

Zwei Eigentore haben dem ambitionierten Bundesliga-Absteiger Hannover 96 in der 2. Liga einen Punkt gerettet.

Die Niedersachsen lagen bei Arminia Bielefeld zweimal in Rückstand, spielten am Ende aber mit Glück noch 3:3 (1:2). (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)

Der Abstand auf Tabellenführer Eintracht Braunschweig beträgt nach fünf Spieltagen sieben Zähler. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

"Im Großen und Ganzen bin ich eher enttäuscht aufgrund der ersten Halbzeit", sagte Trainer Daniel Stendel bei SPORT1: "Am Ende war es aber glücklich. Wir sind über Mentalität zurück gekommen."

Klos trifft doppelt - erstmals per Elfer

Fabian Klos brachte die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung (26.) und erhöhte fünf Minuten später auf 2:0. Der Toptorjäger trat erstmals in der Zweiten Liga zu einem Elfmeter an - und verwandelte. In der 3. Liga hatte Klos nur zwei von fünf Strafstößen verwandelt.

"Am Schluss hatte ich den Glauben, dass nichts mehr passiert", so Klos bei SPORT1: "Eigentlich haben wir es gut verteidigt und ich hatte das Gefühl, wir machen das heute. Aber so ist Fussball."

Sebastian Schuppan verkürzte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit seinem ersten Eigentor zum 2:1. Joker Kenan Karaman erzielte das Tor zum 2:2 (69.), ehe Brian Behrendt traf (79.). In der Nachspielzeit traf Schuppan erneut ins eigene Tor. Bielefeld verspielte damit wie schon beim 4:4 gegen Union Berlin eine Zwei-Tore-Führung. (Die Statistik zum Spiel)

"Wir machen das dritte Tor nicht. Eigentlich muss das Spiel in der ersten Halbzeit für uns entschieden sein", trauerte Trainer Rüdiger Rehm dem Sieg hinterher.

Schuppan wie einst Haggui

Die Bielefelder starteten druckvoll, in der dritten Minute verfehlte Klos das Tor um Zentimeter. Hannover tat sich hingegen schwer und drang selten in den gegnerischen Strafraum ein. Die erste Gelegenheit für die Gäste hatte Manuel Schmiedebach, dessen Schuss aus 15 Metern über das Tor von Wolfgang Hesl (18.) ging. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

Auch der letzte Eigentor-Doppelpack fand in einem Spiel mit Hannoveraner Beteiligung statt: Am 12. Dezember 2009 traf der damalige 96-Verteidiger Karim Haggui bei der 3:5-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach zweimal ins eigene Tor.

Hannover beweist Moral

Im Strafraum der Gäste wurde immer wieder Klos gefährlich. Zunächst verwandelte der Stürmer den von Stefan Strandberg verursachten Foulelfmeter gegen 96-Keeper Philipp Tschauner. Eine Minute später traf er den Pfosten, erhöhte aber kurz darauf per Kopf zum 2:0. Strandberg, der sein Debüt feierte, startete mit dem verursachten Elfmeter glücklos, auch beim 0:2 stand er zu weit weg. Bei Schuppans erstem Eigentor hatte er ebenfalls seinen Anteil.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Bundesliga-Absteiger deutlich das Tempo. Der kurz zuvor eingewechselte Karaman traf zum 2:2. Christoph Hemlein hatte die Großchance zur erneuten Führung der Gastgeber, scheiterte aber freistehend an Tschauner (74.). Behrendt machte es besser und traf per Freistoß zum 3:2. Doch auch das reichte nicht zum Sieg.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel