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Simon Terodde (l.) sicherte dem VfB Stuttgart den dritten Saisonsieg © Imago

Kaiserslautern - Nach dem Chaos um die Entlassung von Trainer Jos Luhukay landet der VfB Stuttgart einen Befreiungsschlag am Betzenberg. Die Krise des 1. FC Kaiserslautern verschärft sich.

Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Cheftrainer Jos Luhukay ein 1:0 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern erkämpft.

Der vom VfL Bochum verpflichtete Zweitliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison, Simon Terodde (52.), traf zur wichtigen Führung auf dem Betzenberg. Der VfB schob sich durch den Dreier auf Platz vier nach vorne. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

"Wir haben heute von der ersten Minute den Kampf angenommen. Das war wichtig heute. Denn angesichts der Situation des Gegners war klar, dass wir es allein mit unserer Qualität nicht würden lösen können", sagte VfB-Interims-Coach Olaf Janßen zu SPORT1.

VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser lobte die Arbeit des neuen Trainer-Trios: "Die Jungs machen exzellente Arbeit, aber unsere Vorstellungen kurz-, mittel- und langfristig sehen anders aus. Das ist auch gar nicht mehr diskutabel."

Der Trainer des FCK, Tayfun Korkrut gab sich kämpferisch: "Wenn wir über die Grundtugenden reden, die hier auf dem Betzenberg gefordert werden, hat die Mannschaft heute alles reingehauen. Wir werden nicht anfangen an irgendetwas zu zweifeln."

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Stuttgarter machen Räume eng

Die Schwaben wurden erstmals von Janßen als Interims-Cheftrainer sowie seinen Assistenten Andreas Hinkel und Heiko Gerber betreut. VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser hatte jedoch betont, dass die neue sportliche Führung interimsweise im Amt ist.

Der FCK wartet saisonübergreifend bereits seit sieben Auftritten auf einen Sieg und ist wieder Tabellenletzter. Lauterns Marcel Gaus zeigte sich nach der Niederlage enttäuscht: "Wir sind Letzter. Man muss nur auf die Tabelle schauen, dann ist jedem klar, was die Stunde geschlagen hat. Wir haben es trotz einigen Chancen wieder nicht geschafft ein Tor zu erzielen, dann ist es auch schwierig ein Spiel zu gewinnen."

Auch zur derzeitigen Situation fand er deutliche Worte und nahm seine Mannschaft in die Pflicht: "Die Situation ist eine Katastrophe, der müssen wir uns stellen und nicht versuchen, irgendwelche Ausreden zu suchen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Da kann uns keiner helfen, das müssen wir alleine schaffen", erklärte er SPORT1.

Die Stuttgarter versuchten, die Räume eng zu machen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Gäste spielten taktisch diszipliniert und eröffneten den Gastgebern kaum Chancen. Den Pfälzern war die Verunsicherung nach dem schwachen Saisonstart anzumerken. Im Offensivspiel lief nur wenig zusammen. (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)

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